46# Milch & Schuld - Regisseur*innen Spezial

Shownotes

An was denkt Ihr bei Theater? Kultur? Begeisterung? Schauspiel? Das beste was Euch je begegnet ist? Also ich kann sagen, dass mich kaum eine andere Aktivität mehr entspannt und zu gleich so mitreißt wie Theater. Heute durfte ich mit einer ganz besonderen Person sprechen. Mit Lara Jung. Lara ist Regisseurin und hat für das Theater Lübeck das allererste Mal Regie geführt mit der Inszenierung Mild & Schuld. Ein Stück über eine Taube und einer Leihmutterschaft. Na wenn das nicht neugierig macht? Aber wir auch noch ganz viel über das Theater generell gesprochen, wie kommt man überhaupt zu dem Beruf Regisseur*innen und wie geht sowas von statten? Das alles und noch viel mehr in der heutigen Folge. Viel Spaß!

https://www.instagram.com/lara.jung_/

https://www.theaterluebeck.de/produktionen/milch-und-schuld_2026-27.html?m=1

https://www.instagram.com/theaterluebeck/?hl=de

Transkript anzeigen

00:00:04: Papierschnitt.

00:00:06: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Papierschnitte, dem Podcast für Bücher, Filme, Serien oder was uns sonst noch so einfällt!

00:00:15: Mein Name ist Mike und ich darf euch ganz herzlich begrüßen zu dieser weiteren Folge.

00:00:20: Heute sitze ich mal wieder nicht alleine hier denn ich habe Lara bei mir sitzen.

00:00:26: Hallo!

00:00:27: Wie ist es?

00:00:28: Wie ist es auf dem Sessel, wo du sitzt?

00:00:30: Der Sessel ist ultra bequem.

00:00:32: Mir geht's gut!

00:00:33: Ich habe ein Glas Wasser und jetzt kann nichts mehr schiefgehen.

00:00:35: Das kann gar nix schief gehen.

00:00:39: Gar nicht, wer ist so?

00:00:40: Ist so.

00:00:41: Außer was schief gegangen ist und das möchte ich gerne mal eine Story von letzter Woche weiterführen.

00:00:46: für alle die letzte Folge noch nicht gehört haben Unmöglichkeit des Lebens erstmal reinhören natürlich Lass man follow da auch bitte einfach mal her Leute Und alle die ja auch nicht irgendwie keine Ahnung Instagram folgen Papierchen unterstrich Podcast einfach mal reinfolgen Leute Was ist denn los?

00:01:00: Bitte!

00:01:01: Ich habe letzte Folge erzählt Schrank?

00:01:07: Also wie macht man das?

00:01:08: Ja, so eine kleine Kommode.

00:01:09: Ja, also halt für die Kommode und unter den Fernseher.

00:01:12: Das heißt das ist ein TV-Bank nennt man es eigentlich immer, ne?

00:01:14: Aber kein Bank ist halt völlig falsch!

00:01:16: Naja... So einen TV-Schrank irgendwie gekauft, der kam Und ich hab versucht ihn aufzubauen.

00:01:22: Ich bin handwerklich nicht begabt.

00:01:24: aber ich habe es versucht selber zu machen und beim Aufbauen dann so nach zwei drei Schritten Ist mir so aufgefallen Warte mal, ich hab hier irgendwie... dass eine Brett ist doch falsch.

00:01:34: Ich hab das fast da in der Anleitung steht, habe ich gar nicht.

00:01:36: Das habe ich zumindest erzählt und war doch schon ganz traurig von, hab erzählt jetzt muss ich das irgendwie zurückschicken.

00:01:40: Jetzt muss ich mit denen in Kontakt gehen und dann muss ich es irgendwie keine Ahnung kriege.

00:01:43: Von dir ist neu zugeschickt und alles mögliche bla bla bla.

00:01:46: Ich war schon richtig am Angst, am Panik schieben.

00:01:51: Hab mich abends noch mal ran gesetzt weil ich dachte so was kann ja nicht sein.

00:01:54: Irgendwas ist doch da!

00:01:55: Und ich hatte den schon geschrieben.

00:01:56: derweil, muss man dazu sagen gesagt alles falsch was sie hier machen... ...und habe mich nochmal geguckt und dann war er so ach ...dit kann man unten drehen, das Brett.

00:02:05: Ach so!

00:02:06: Das hat zwei verschiedene Seiten und dann ist es genau das was ich brauche.

00:02:11: Nee, das ist ja toll.

00:02:13: Dann habe ich das soweit aufgebaut dass ich an dem Punkt war wo ich wirklich wusste ich hab alles... Und dann habe ich den nochmal geschrieben.

00:02:20: der E-Mail von wegen so Yo sorry Leute ich also ihr... also komische witzige Storyleute.

00:02:27: Das Brett hat eine Rückseite.

00:02:28: Ich wusste ihr wusstest auch nicht?

00:02:29: Ich wusst es auch nicht keiner weiß das.

00:02:30: bringen die Rückseiten hat aber es hat ne Rückseiter Und ich hab's aufgebaut.

00:02:34: Alles gut, wir brauchen nichts machen und derweil hatten mir das schon erzählt von wegen.

00:02:37: so ja es gibt drei Möglichkeiten entweder sie schicken alles zurück und wir schicken komplett neu.

00:02:42: die waren super nett muss ich ganz ehrlich sagen.

00:02:44: support kurz mal shout out an wieder xl Ganz welter Name aber support von denen war echt super.

00:02:51: die haben hier wirklich innerhalb von drei stunden geantworten alles abgewickelt weil mit drei sachen angeboten einmal schicken alle zurück und kriegen es neu.

00:02:58: zweite Sache ist es gibt eine zahlrückerstattung fünfzehn euro für das teil.

00:03:02: Oder eben es gibt das Teil erstattet, damit ich's halt aufbauen kann.

00:03:06: Erste Variante habe ich gesagt ja dann schicken Sie einfach das Teil rüber!

00:03:09: Easy voll cool!

00:03:10: Haben die gleich gesagt haben wir nicht.

00:03:12: Haben wir nicht vorredigt geht nicht.

00:03:14: Ach gut dann hätte ich gern fünfzehn Euro.

00:03:17: Dann knall' ich mir halt irgendwie die Bretter rein und mach da selber.

00:03:21: Da meinten sie alle klar machen wir keinen Stress.

00:03:23: Haben die alles noch auf die Wege geleitet?

00:03:25: Dann hab ich rausgefunden, dass eine Rückseite hat.

00:03:26: Hab den geschrieben, sorry irgendwie ist es komisch gelaufen.

00:03:29: Rückseiten blahblah.

00:03:31: Braucht kein Geld, alles gut und dann meinten sie schon losgeschickt.

00:03:34: Kommt jetzt die Tage schicken das Bild wieder zurück.

00:03:36: Und ich dachte mir so oh Mann Alter!

00:03:38: Die haben sich wirklich Mühe gegeben.

00:03:40: Hättest du mal nichts gesagt?

00:03:41: Ja ich kann das nicht.

00:03:43: Ich kann das nix.

00:03:44: Nein ich werd das Geld... soll jetzt irgendwann ein Tag gekommen?

00:03:48: Da ist jetzt wahrscheinlich schon da, wenn die Folge raus ist.

00:03:51: Und ich habe es vorschwurzmäßig an die E-Bahn geschickt, die sie mir geschickt haben und dann sind wir alle fein alles in Ordnung.

00:03:57: Ich habe Ihnen nochmal sehr bedankt für den Support weil der war wirklich gut muss ich wirklich sagen.

00:04:00: Ich hab den Samstag eigentlich schon geschrieben und dann war's halt auch schon erledigt irgendwie innerhalb von vier Stunden.

00:04:04: also wirklich tipp top!

00:04:06: Ich habe jetzt ein schönes TV-Bank bei mir rumstehen.

00:04:10: Ich finde diese sehr gut Thema durch.

00:04:14: Die ist auch sehr schön.

00:04:15: Danke vielen Dank.

00:04:18: Ich finde die auch schön, passt ja zu meinem neuen Stil im Wohnzimmer.

00:04:22: Deswegen kurz gesagt normalerweise nehme ich mit meinen GästInnen immer in den Wohnzimmern auf weil es da einfach schöner ist, weitläufiger.

00:04:29: so ein bisschen kann ich jetzt aber nicht, weil aber keine Couch mehr.

00:04:32: Die kommt halt auch irgendwann jetzt neu hoffentlich.

00:04:34: Hoffentlich klappt da alles, ansonsten werdet ihr hier das am ersten erfahren wenn ihr immer schief läuft und deswegen nehmen wir jetzt sich bei jedem Schlafzimmer aus.

00:04:42: Ich habe hier einen kleinen Stuhl hingestellt, den Zessel hab' ich hier hingestellt Und eine kleine Lampe angemacht, damit ein bisschen Atmosphäre hier ist.

00:04:49: Ich glaube aber das passt ganz gut.

00:04:52: und Das zu meiner kleinen Story.

00:04:55: und bevor wir richtig rein starten mit ganzen Fragen die ich vorbereit habe der bist überhaupt.

00:05:00: was machst du?

00:05:02: Warum bist so wie du bist die ganzen großen lebensfragen halt?

00:05:04: ne ja die gehen werden jetzt richtig durchgebracht.

00:05:07: Ne aber vorwürdig rein starte hast Du und es ist lange her denn die letzte folge mit einer guest in Gern, der Gast in ... war vor vier Monaten.

00:05:21: Da war das letzte Mal eine Befolge mit einer anderen Person außer mir und deswegen frage ich dich jetzt hast du einen Empfehlung mitgebracht für uns?

00:05:31: Oh ja!

00:05:32: So ein Zufall.

00:05:33: Das ist wirklich ein Zuffall wenn man nicht vorsprechen würde

00:05:35: irgendwie.

00:05:38: Ich habe die Empfehlungen mitgebracht und nur um frei von Was habe ich gesagt?

00:05:45: Margarete Stukowski.

00:05:48: Da geht es um die Sozialisierung und Sexualisierung von Frauen, das ist irgendwie ganz cool geschrieben.

00:05:57: Es wird von klein auf erzählt und wie man dann älter wird und es ist so teilweise fiktiv geschrieben und dann wieder sehr sachlich mit sehr vielen genauen Zahlen und so eine coole Mischung und es macht Spaß zu lesen.

00:06:15: Bist du schon durch jetzt komplett?

00:06:17: Leider nicht, ich bin extrem langsam im Lesen aber ich muss das letzte Kapitel noch fertiglesen weil ich mir das Buch geliehen habe zurückgeben muss.

00:06:26: Aber es macht Spass!

00:06:29: Als du mir mal einen Ausschnitt davon geschickt hast als Bild fandest auch schon sehr cool.

00:06:33: also es könnten vielleicht sein dass ich mich auch nochmal irgendwie nicht von dir aber halt eben generell mal ausleihe oder mir selber hole fand ich schon interessant auch mal dann diesen kompletten Werdegang mitzubekommen.

00:06:46: Ja, ich finde es tatsächlich mal spannend, dass du dazu sagst weil wenn man jetzt als Frau diese Sachen liest, dann denkt man sich so ja klar kenne ich und man fühlt sich irgendwie gesehen und ist irgendwie schön.

00:06:59: aber da stehen noch einige Dinge drin die man vielleicht als männlich sozialisierter Mensch nicht so erlebt.

00:07:09: deswegen Ich glaube, das wäre spannend.

00:07:11: Mit Sicherheit!

00:07:12: Ja absolut und ich werde dann wahrscheinlich darauf blicken und denken mir... krass.

00:07:17: Ja, werde ich auf jeden Fall mir auch mal zu Gemüte führen.

00:07:20: Vielen Dank dafür!

00:07:21: Ja sehr gerne!

00:07:22: Also wenn ihr da irgendwie Lust drauf habt, checkt es aus, unterstützt die Autorin und holt dich es, lest es publiziert ist.

00:07:32: Nein, das nicht!

00:07:34: Aber lehst es gerne und schreibt auch irgendwie gerne in die Meinungen-Kommentare.

00:07:38: Ihr habt ja schon uns gelesen.

00:07:39: Vielleicht kennt ihr das Buch auch schon und sagt Jo, ist voll geil oder sagt Ja, ist mega gut.

00:07:43: aber vielleicht die Punkt da und da gibt's ja auch mal.

00:07:45: also lasst uns da gern einen Austausch gehen würde mich sehr sehr freuen.

00:07:49: schön so und jetzt ungefähr so nach den sieben Minuten Rundeplänkel ein bisschen einkommen bis in Eingrooven kommen wir zum Thema weil ihr habt schon am Titel gelesen Es ist ein.

00:08:00: Jetzt wird es wieder schwer auszusprechen, weil ich kann sie so gut.

00:08:03: Regisseurinnen-Spezial.

00:08:05: Sehr gut!

00:08:05: Dankeschön und... Weil Lara, sag mal jetzt du... Du bist Regisseurerin irgendwie?

00:08:12: Es scheint

00:08:13: so ja.

00:08:14: Es ist so.

00:08:15: Wie cool ist das denn oder?

00:08:16: Ja es ist immer wieder eine Überraschung aber es ist sehr cool.

00:08:20: ja.

00:08:21: Also wenn du magst, stell dich noch mal gerne vor.

00:08:23: Du musst jetzt nicht über sonst was Privates reden aber einfach so wie du bist kannst natürlich.

00:08:29: Ich kann mich noch irgendwie an dir erinnern.

00:08:30: irgendwas willst du?

00:08:31: Wir haben irgendetwas... Weißt du noch?

00:08:35: Beim Karaoke wo ich gesagt habe das Lied heißt So und Du meintest mir das Lieder heißt So Und du warst recht.

00:08:41: Ach ja!

00:08:41: Und wieder eigentlich ausgemacht hat Du wolltest eigentlich irgendeine peinliche Story im Podcast erzählen Wo ich mir dachte Mach

00:08:46: also Kacke Jetzt hab' ich nichts vorbereitet.

00:08:50: Wer die Frage ob es für mich peinlich ist?

00:08:52: Mir fällt vielleicht noch was ein auf den Weg.

00:08:55: Sehr gut, aber ja erzähl gerne von dir!

00:08:59: Hallo ich bin Lara Jung Ich bin wie alt bin ich denn in sechsundzwanzig und ich scheine Regisseurin zu sein.

00:09:09: und das ist gar nicht so einfach zu sagen weil ich habe jetzt keine Ahnung.

00:09:14: vor drei Wochen Nee, es ist schon länger her.

00:09:17: Am zwölften Juni hatte ich Premiere mit meinem ersten Stück also mit meinem Regie-Debüt und wenn man sie irgendwie ganz am Anfang steht das ist noch gar nicht so einfach zu sagen Ich bin Regisseurin Aber ich habe lange Zeit gelernt Und deswegen sollte man da einfach sagen können Ja, ich bin Regissörin Genau!

00:09:42: Und das kannst du mit vorher stolz behaupten?

00:09:44: Weil du bist es.

00:09:45: Ich bin es und...

00:09:45: Du hast deine Inszenierung richtig geführt

00:09:49: Ja Und auch Musik gemacht

00:09:51: Das fällt ja

00:09:52: unter den Tisch ein bisschen.

00:09:53: Da kommen wir später nochmal zu, im zweiten Part mich zu deinem generellen Stück was du eben inszeniert hast Kleiner Teaser Milch und Schuld heißt das Am Theater Lübeck.

00:10:06: Und trotzdem würde mich da noch mal interessieren Jetzt hast du die vorgestellt dass du eben Regisseurin bist.

00:10:12: Aber wie kam es überhaupt dazu?

00:10:14: Wie wird man Regisseurin?

00:10:16: Also wenn jetzt irgendjemand mich fragen würde zum Beispiel von den ZuhörerInnen, sagen so oh das wäre auch fast für mich vielleicht hätte ich da auch Bock zu.

00:10:22: Ich bin gerade irgendwie in der Empfindungsphase, ich weiß nicht was nach Schule machen soll.

00:10:26: wie wird man es denn überhaupt?

00:10:27: oder was braucht man für Interessen?

00:10:29: oder wäre gut zu haben oder generell einfach so die Aufmerksamkeit dafür was sich vielleicht schon als Kind bei dir entwickelt hat wo du sagst ja da sind meine Prägung ein bisschen her und dass habe ich dann mitgenommen Und mir war irgendwann klar ich wollte das machen Es waren ganz viele Fragen schon,

00:10:43: weil... Ja alles auf

00:10:44: einmal.

00:10:45: Aber fangen wir erst mal ganz simpel an Wie bist du dazu gekommen?

00:10:52: Beziehungsweise was hat dich daran so interessiert?

00:10:55: vielleicht auch von klein auf an?

00:11:01: Ich war schon immer irgendwie so ein kreatives Kind und meine Mutter hat immer gesagt ja die schreibt mal Geschichten die wird Autorin oder so.

00:11:08: Und ich hatte schon in der Grundschule war ich so an Fasching als Henna Montana verkleidet und so.

00:11:16: Und wollte dann Sängerin werden, und dann wollte ich Musical-Darstellerin werden und all diese Dinge die so mit Showbusiness zu tun haben und irgendwie im Spotlight stehen.

00:11:28: Und habe dann aber irgendwann gemerkt dass dieses im Spotlights stehen mir gar nicht so doll Spaß macht weil das ist ultra scary nicht so einen Talent für hatte.

00:11:45: Aber ich war ein großer Musical-Fan und habe viele Musicals geschaut, ja... Ich war da einfach sehr invested!

00:11:55: Und dadurch bin ich dann irgendwie wie war denn das?

00:12:00: In der zehnten Klasse haben wir mit dem Jahrgang ein Abschlussprojekt gemeinsam gemacht.

00:12:12: Wie ist denn dieses Wahlfach Musik und Theater, glaube ich?

00:12:20: Ja.

00:12:20: Das

00:12:21: gibt ja unsere Theater AG, kenne ich doch so ein bisschen.

00:12:23: Ja es war keine AG, das war so ein Wahlpflichtfach.

00:12:26: Ah ok, da muss ich jetzt nehmen.

00:12:28: Und das war Musik- und Theater und habe gesagt, lass doch ein gemeinsames Projekt machen oder lass doch eine Musicale machen!

00:12:38: Dann haben die Lehrerinnen gesagt cool macht mal und wir müssen aber alle anderen Wahlpflichtfächer irgendwie integrieren.

00:12:48: So, dann haben wir uns als Kurs sozusagen zusammengesetzt und überlegt was könnte die Geschichte sein?

00:12:57: Und wie könnten wir die anderen Wahlpflichtfäche integriern.

00:13:01: also das war dann zum Beispiel so etwas wie irgendwas mit Handarbeit Technik und irgendwie, also das kann man ja easy unterbringen aber dann auch sowas wie Französisch.

00:13:14: Wie bringt man einen Französischen Kurs wenn der Musical runter?

00:13:19: Naja ich habe dann dieses Stück gemeinsam mit meiner damaligen besten Freundin geschrieben und die anderen aus dem Kurs haben so Songs umgedichtet sozusagen, also bekannte Songs.

00:13:36: Umgedichtet dass sie die Geschichte reinpassen.

00:13:39: so und diese beste Freundin und ich wir haben auch noch ein Original Song geschrieben dafür.

00:13:46: also genau das war das und dann haben wir die Rollen besetzt.

00:13:56: da habe ich dann eben auch eine Nebenrolle gespielt

00:14:03: D.h.,

00:14:03: ich hab irgendwie alles gemacht, also ich habe es geschrieben... Also mitgeschrieben!

00:14:09: Ich habe dann da mitgespielt und eben auch Regie geführt wobei natürlich die Lehrerinnen haben uns viel Freiraum gelassen, wofür ich sehr dankbar war.

00:14:20: Und gleichzeitig haben sie natürlich dann auch einige Dinge noch übernommen, die wir damals noch gar nicht verstanden haben so.

00:14:29: Aber ich sage immer als ich dann auf der Bühne Stand und das den Applaus gab.

00:14:35: Und es war halt so eine One Night Only Sache, d.h.

00:14:37: da waren halt nur Eltern also zumindest die meisten davon waren halt die Eltern von den Kindern, die da auf der Bühne standen.

00:14:44: Da gab's natürlich Standing Ovationes weil alle Eltern super stolz waren und dann habe ich beim Applaus angefangen zu flennen und wusste in meinem Herzen jetzt will ich Regie führen und nicht spielen und nicht schreiben sondern ich will Regie führen.

00:15:02: Dann habe ich irgendwie noch mein Abitur gemacht und wusste aber schon, okay.

00:15:07: Ich will dann wegziehen und ich will studieren oder lernen oder wie auch immer.

00:15:13: Und dann bin ich nach Passau gezogen und hab an der Atano Akademie Film- und Theaterregie gelernt.

00:15:23: für vier Jahre.

00:15:24: Ist das eine Privatschule?

00:15:26: Oder eine öffentliche Uni?

00:15:28: Das ist so ne halbprivate Also, die geht staatlich bezuschusst.

00:15:34: Aber man muss auch noch einen nicht geringen Betrag auch noch dazuzahlen.

00:15:40: Das ist ja genau so.

00:15:41: Möchtest du sagen wie hoch ungefähr der Betrag war?

00:15:44: Boah das kann ich dir gar nicht so ehrlich sagen.

00:15:47: Ich glaube es hat sich in den letzten Jahren auch nochmal irgendwie geändert und dann hatte ich irgendwie Barfegg und dann haben teilweise meine Eltern bezahlt.

00:15:54: Dann hab' ich's irgendwie

00:15:55: unterstützt und angemündet sein.

00:15:59: Also mein Gedankewärts gewesen so, dreihundert vierhundert fünfhundert werden es schon sein.

00:16:07: Im Monat oder pro Semester?

00:16:09: Dann werde ich sagen pro Monat.

00:16:11: Ich glaube im Monat war's nicht so viel.

00:16:14: Ich glaub auf dem Semester waren's tausend irgendwas... Ne!

00:16:20: Auf dem Jahr waren es tausend irgendwas.

00:16:22: Und auf einem Monat irgendwie hundert-achtzig oder so, aber dann hat sich das auch nochmal irgendwie zwischenzeitlich geändert, aber ich bin mir jetzt nicht so... Ja

00:16:30: und das finde ich ja fast sogar noch okay, weil ich habe nämlich so einen privaten Schul in der Kettmannjadse, also generell bei kreativen Privatschulen, ich hab schon mal ein FPV früher, wollte ich ja auch was im Bereich, wenn man so dummer sagt Medien, im Bereich Medien irgendwas machen?

00:16:43: Irgendwas

00:16:44: mit Medien!

00:16:46: Habt ihr auch ganz viel gesucht, irgendwie was es eben gibt.

00:16:50: Alles was ich gefunden hatte war zumindest im Ernährung-Ggebungen Privatschule und da fing's halt so auf vierhundert fünf Euro im Monat halt ne?

00:16:57: Ja das ist total...

00:17:00: Also ganz ganz teuer.

00:17:02: deswegen fähig das noch okay.

00:17:03: aber du hast doch gesagt dass eine halb private Schule ok wie gings dann weiter?

00:17:11: ja da war ich so viele Jahre Und das war eigentlich eine sehr coole Zeit, weil... Also ich bin so auf ein Dorf groß geworden und dann konnte man sich auch mal irgendwie nochmal anders entfalten.

00:17:22: Noch einmal andere Eindrücke sammeln.

00:17:28: Ich war halt so sechshundert Kilometer entfernt von meiner Heimat.

00:17:32: Das heißt wenn irgendwas war konnten meine Eltern nicht mal eben kurz vorbeikommen.

00:17:36: Das heisst irgendwie war ich so ins kalte Wasser geworfen oder was war aber irgendwie genau richtig.

00:17:41: Darf ich kurz fragen wie alt du da bist?

00:17:43: Ich bin mit neunzehn hingezogen.

00:17:47: Hast du schon einen großen Schritt?

00:17:52: Das war ein großer Schritt, also jetzt rückblickend vor allem denke ich mir so krass erst mal Wäsche waschen alleine und so.

00:17:59: Kennst du das auch wenn man zurückblickt und denkt krass wie wird das eigentlich gemacht?

00:18:03: Also jetzt wenn man aus dem Stand ist denke Also ich bin sehr jetzt noch überfordert damit, so aus meiner Perspektive.

00:18:10: Wie habe ich das damals gemacht?

00:18:12: Ich hatte unglaublich Glück mit meinem Mitbewohner.

00:18:17: Den hatte ich damals bei der Aufnahmeprüfung kennengelernt.

00:18:22: Und mit dem bin ich dann zusammengezogen und dann hatten wir ja auch... Wir waren voll der Corona-Jahrgang.

00:18:32: Das heißt, wir haben im Jahr twohundneinzehn angefangen kam ja schon die Pandemie.

00:18:38: Und ich habe mich mit Liam, mein Mitbewohner, super verstanden und dadurch dass wir dann viel Zeit auch zu Hause miteinander verbracht haben und er hat auch Regie in meinem Jahrgang gelernt das heißt wir konnten uns zu allem irgendwie austauschen und wir haben uns immer sehr gut unterstützt.

00:18:55: und Ich glaube wenn ich zurückblicke und denke wie hab' ich es geschafft?

00:19:00: Dann hat es auch sehr viel mit Liam zu tun muss man ehrlicherweise

00:19:04: hören, wie sich das irgendwie so fügt.

00:19:06: Ja, total

00:19:07: schön.

00:19:07: Da habe ich da dann an quasi bei der Aufnaheprüfung.

00:19:10: noch eine Frage zu.

00:19:10: natürlich aber die Aufnahmeprüfungen, wo ich erst mal kennengelernt hab, hätte auch sagen können dass ihr einfach nicht miteinander redet und dass diese zustande kommen wäre also...

00:19:18: Ja, aber Liam ist auch so ein Typ der quatscht an alle Leute an.

00:19:22: Während ich dann noch relativ schüchtern war was mittlerweile auch schon ein bisschen anders ist würde ich sagen Aber damals habe ich niemanden angequatscht und hätte diese Aufnahmeprüfung fast nicht bestanden Und im Endeffekt habe ich dann in diesen vier Jahren den Kostümfundus geleitet für eine Weile Ich war Schüler-Sprecherin oder so studierenden Vertretung oder wie das heißt.

00:19:52: Und so, ich habe dann sehr viel übernommen und denke mir so tja eigentlich Glück habt ihr mich angenommen!

00:19:58: Glück für die.

00:19:58: auf jeden Fall.

00:19:59: ja Win-win für alle wenn ich da noch kurz einhaken darf Aufnahmeprüfung Wie muss ich mir das vorstellen?

00:20:05: Ich hab gar keine Ahnung von.

00:20:07: also was macht man?

00:20:09: oder wie kommt man dahin und sagt so hier bin ich und was darf man denn machen?

00:20:13: Muss man schon vorbereiten?

00:20:14: Genau, man schickt eine Bewerbung hin.

00:20:18: Und wie fahrt ihr das also?

00:20:20: Man schickt halt so den üblichen Lebenslauf und anschreiben und Zeug... ...und dann musste man irgendwie ein Regiekonzept zu was auch immer man will da einreichen und ich wusste damals auch nicht was es bedeutet hab dann versucht bei meinen LehrerInnen nachzufragen von darstellendes Spiel, die hatte auch keine Ahnung was das ist.

00:20:44: Und dann habe ich halt da irgendwas zusammengebastelt, den geschickt und dann haben sie mich eingeladen... ...und es war die einzige Aufnahmeprüfung damals von dieser Schule, die über vier Tage ging.

00:20:56: Das gab's vorher nicht und das gab's nachher nicht!

00:20:59: Und es waren quasi erstmal zwei Tage wo Die Schule sich vorgestellt hat, da konnten wir den Unterricht reinschnuppern und so Sachen.

00:21:11: Das war schon sehr cool.

00:21:12: und dann waren die anderen zwei Tage sozusagen wo wir uns vorstellen müssen.

00:21:16: das heißt Dann mussten wir unsere Konzepte vorstellen.

00:21:21: Wir waren im Jahrgang zusammen mit Schauspielstudierenden,

00:21:26: d.h.,

00:21:26: die haben dann natürlich Monologe vorbereitet und so mussten wie als Regieanwärter damals auch machen.

00:21:35: D.h.

00:21:35: ich musste einen Monolog lernen und vorspielen.

00:21:40: Ich habe mich halb eingepisst!

00:21:43: Es war auch ganz, ganz schlecht.

00:21:46: Aber dann kam bei sowas eher im Anschluss die Frage ja wie würdest du denn... Du hast jetzt diesen Monolog aus diesem Shakespeare-Stück?

00:21:53: Wie würdest du das denn inszenieren?

00:21:55: als Regisseurin?

00:21:57: und ich war also für so eine Frage nicht vorbereitet und hab da nirgendwas gesagt und ich dachte mein Gotteswillen ist alles Schlecht, alles Schlimm Genau.

00:22:07: und dann sollten wir am zweiten Tag eine Szene aus unserem Konzept quasi inszenieren mit Schauspielstudierenden, die da eben auch anwärter waren.

00:22:19: Und ich hatte mir ja ein Buch rausgesucht also einen Roman und habe mir dazu überlegt wie könnte es auf der Bühne aussehen?

00:22:29: Und musste dann quasi über Nacht erstmal noch mal ne Szene daraus schreiben weil's an sich keine Szene gab.

00:22:35: insofern Dann musste ich erst mal diese Szene schreiben.

00:22:38: Hab dann am nächsten Tag mit zwei Jungs, die da auch Anwärter waren, das eingeprobt und haben das vorgespielt und es war irgendwie voll cool.

00:22:50: Genau!

00:22:51: Und dann wartet man... ...und dann wurde ich auf die Warteliste gesetzt.

00:22:54: Die gab's auch vorher nie und nachher zumindest einige Jahre nicht.

00:22:58: Ich weiß nicht ob jetzt mittlerweile anders ist Aber ich hab mich so geärgert.

00:23:02: Ich war so deprimiert auf dieser Wartelliste zu sein Und dann irgendwann kam der Anruf.

00:23:10: Ich weiß noch, meine Mutter war mit irgendeiner Freundin auf dem Balkon und ich habe diese E-Mail bekommen.

00:23:16: Dann bin ich raus und hab geflennt!

00:23:18: Und dann hat sie geflennt.

00:23:19: Das war richtig

00:23:20: süß!

00:23:23: Schön!

00:23:23: Ja... Und dann dürftest du quasi begensetzt eher Frau Jung ins nächsten Semester dürfen Sie bei uns sein?

00:23:31: Genau.

00:23:32: Also die Schuljahre sind da auch nicht so sehr nach Semester wie bei einem normalen Studium quasi aufgebaut, sondern mehr so... ...wie eine Spielzeit am Theater also wie so ein Schuljahr.

00:23:44: man hat dann halt einen Jahr mit zum Winterferien, Weihnachtsferien und Sommerferien.

00:23:51: Ja, also quasi so ein bisschen September bis Juni?

00:23:54: Genau.

00:23:58: Okay!

00:23:59: Ganz aufregend, dann wurde es so angenommen.

00:24:02: Und dann ging es da eigentlich erst richtig los?

00:24:04: Ja, da nutze ich angenommen und dann im ersten Jahr haben wir noch sehr viel alles gemacht.

00:24:09: Das heißt, da haben wir auch noch gespielt, hatten ja auch noch Sprechunterricht mit den Schauspielstudierenden gemeinsam Körperfächer und Sport.

00:24:20: Und hatten auch Theorie-Fächer, also wir hatten Musiktheorie, Kunsttheorie und Theatertheorie?

00:24:27: Nee, das heißt sie ist nicht so.

00:24:29: Theatergeschichte, Kunstgeschichte und Musikgeschichte.

00:24:31: So rum!

00:24:33: Das waren die Theorie fächer.

00:24:35: Alles andere war praktisch.

00:24:41: Genau mit jedem Jahr hat sich alles in so ein bisschen verändert.

00:24:49: Das heißt, dann kam irgendwann noch Filmgeschichte dazu.

00:24:54: Wir haben parallel auch schon Film Sprache also so Bildsprache gelernt und Camera Acting wie man vor einer Kamera wirkt Und wie man das einsetzen kann und so.

00:25:11: Dann haben wir eigentlich Eigentlich ist es so gedacht, dass man dann quasi jedes Jahr ein Stück inszeniert.

00:25:21: Mit Corona wurde das dann alles ein bisschen schwieriger.

00:25:26: Aber genau und dann musste man zuerst was modernes machen.

00:25:31: Dann im nächsten Jahr hat man einen Klassiker sich aussuchen müssen und dann glaube ich im dritten oder vierten Jahr war's egal.

00:25:38: Da konnte man aussuchen, was man will.

00:25:41: Und im Film war es so, Im dritten Jahr ein Übungsfilm gemacht hat und im vierten Jahr macht man dann den Abschlussfilm.

00:25:53: Und ich hatte aber vor diesem Übungshilm, im dritten Ja schon einen anderen Film gemacht, den es auch online gibt.

00:26:03: Ich habe mich ja auch etwas schlauer gemacht.

00:26:05: Vorweg natürlich!

00:26:07: Ich habe irgendwas auf Vimeo...

00:26:09: Ja.

00:26:09: Gibt

00:26:09: es was hochgeladen?

00:26:11: Hast

00:26:11: du's gesehen?

00:26:12: Ich habe durch das Skript.

00:26:12: Ich bin jetzt ehrlich, ich habe ihn nicht konkret gesehen...

00:26:14: Aha!

00:26:15: Dabei ist er gar nicht so lange in dieser

00:26:16: Film.

00:26:16: Zwar zehn Minuten war es auch, ne?

00:26:18: Ja, so halb Stunden hin oder wo?

00:26:19: Ja

00:26:19: zwanzig und ein halbes Stunde, so.

00:26:20: Ähm ja, aber auf jeden Fall... Also, was ich jetzt gesehen habe, natürlich kann ich nicht sagen ob er jetzt wie krass er jetzt war weil ich nicht gesehen hab natürlich.

00:26:31: Aber ich habe gesehen dass der von dir gemacht wurde Und du hast auch ähm... Promoted hast eben called, also dein erstes und fand ich sehr cool.

00:26:41: Es sah sehr professionell aus.

00:26:43: Es war sehr professionel, ich hatte ein richtig gutes Team.

00:26:46: Ich hatte das damals, kam ein Regiestudy der war im Abschlussjahrgang als ich im ersten Jahrgang war.

00:26:58: Und da ist man halt irgendwie so total vernetzt und also die Schule ist auch nicht so groß d.h.

00:27:03: jeder kennt jeden Und er fand dann irgendwie ein Drehbuch cool, was ich geschrieben habe.

00:27:10: Weil wir mussten das halt damals auch unsere Drehbücher für die Firma selbst schreiben.

00:27:16: Er fand ja irgendwie cool und hat gesagt hey wollen wir das machen?

00:27:21: Ich würde da gerne die Kamera machen wenn du Lust hast und so.

00:27:24: Ich fand es war cool weil von ihm konnte ich dann halt viel lernen.

00:27:28: Weil der war ja schon am Ende seiner Ausbildung Und war schon viel am Arbeiten im Filmbusiness und in Werbung, Fernsehe und so.

00:27:38: Und fand es halt dann total cool das er gesagt hat hey ich find's cool mich würde dich da gerne unterstützen.

00:27:43: Dann kam Corona und dieses Drehbuch beinhaltete eine große Partyszene.

00:27:49: Dann haben wir entschieden dass ist vielleicht nicht so gut.

00:27:52: Und dann hatte ich gesagt ah ja ich hab hier noch was anderes Vielleicht können wir das probieren.

00:27:56: Das hatte nur drei Hauptrollen eine Nebenrolle, glaube ich.

00:28:01: Das heißt das war ein bisschen überschaubarer für Corona-Verhältnisse und dann haben wir das gemacht.

00:28:08: Und ja, das war ultra wild weil... Weil ich habe unglaublich viel falsch gemacht und unglaublich viele Fehler gemacht, also man macht es ja zum ersten Mal und wenn ich jetzt zurückblicke denke ich mir um Gotteswellen aber man weiß es ja nicht besser!

00:28:26: Ich hatte da wirklich unglaublich Glück dass Dass ich da Menschen hatte, die wussten wie es funktioniert.

00:28:34: Die auch viel auf abgefangen haben.

00:28:36: und jetzt weiß ich dass sich kein Filmregime und keine Filmregie machen will weil das ist nochmal eine ganz andere Geschichte.

00:28:47: also für mich war es ultra stressig.

00:28:52: Ja der Berg ist immer drauf nämlich gekommen.

00:28:55: einerseits erst mal würde ich sagen was vielen er lernt man Also gerade, wenn man das jetzt zum ersten Mal macht.

00:29:00: Ich glaube immer wieder auf seiner ersten... Gerade bei Kreativ, glaub ich.

00:29:04: Wenn man damit raufblickt und denkt irgendwie so zu uns, so das Handwerk oder wie auch mal ich es da gemacht habe vor wieviel Jahren denkst du dir Alter was hab' ich denn da gemacht?

00:29:11: Was war das denn?

00:29:12: So!

00:29:13: Und es ist nicht besser, man versucht seinen besten Wissen und Gewissen und jetzt weiß man's eben durch auch diese Fehler die man gemacht hat.

00:29:22: Genau, darauf wollte ich mir jetzt zu sprechen kommen.

00:29:24: Ihr habt ganz viel gemacht wie du schon gesagt hast eben hier Theorie mit Tanz, mit Schauspiel, mit Filmen, mit Kameraleuten also ganz viel.

00:29:31: ja connecte der erst mal sehr cool und dann kamen ja bei dir irgendwann wie du gerade gesagt hast so Filmregie?

00:29:37: Nee, das ist es glaube ich nicht!

00:29:40: Und dann bist du dann schon zum Theater gekommen dass du sagst Das ist glaube ich was was mir irgendwie wo ich mich sehe oder was hast Du denn gedacht?

00:29:49: nach dem Sag ich mal, das ist mein erstes Mal Filmregime.

00:29:51: Wo gesagt hast du, oh da sehe ich mich vielleicht nicht ganz?

00:29:55: Also es war irgendwie ganz wild weil ich bin ja reingekommen habe und gesagt ich will Musical Regisseurin werden und im Theater wird man immer so ein bisschen belächelt wenn man sagt man will Musical machen.

00:30:08: Das ist eine ganz andere Diskussion.

00:30:11: Aber dann hatte ich so viel Spaß im Filmunterricht damals tatsächlich dass ich dachte Ich mache film weil ich das so spannend fand, wie man halt so Bildsprache nutzen kann und Kameraeinstellungen alles mögliche.

00:30:26: Fand ich in der Theorie ultra spannend aber an der Umsetzung total überfordern.

00:30:31: dann und da war ich nicht so erfolgreich Und dann hat sich das bei mir auch durch Theater schauen viel noch ergeben, dass ich dachte Theater ist auch geil einfach und es muss.

00:30:46: also ich finde Musicals immer noch cool aber ich sehe mich jetzt nicht in der Zukunft als Musiker-Regisseurin weil keine Ahnung.

00:30:57: Ich habe dann irgendwie einfach eine Liebe für Theater entwickelt weil das so... Es kann alles sein und muss es aber nicht.

00:31:07: Also gefühlt war's dann irgendwie auch so Und das bestätigt sich immer wieder so.

00:31:15: So Theater macht man nicht fürs Geld, weil es ist ... Na ja ich mein... Man verdient normal.

00:31:25: aber wenn ich jetzt dann frei also die Regie isst Die macht man freiberuflich.

00:31:32: Das heißt da muss man halt einfach hoffen dass man die richtigen Menschen kennt die einem Jobs besorgen und so und man muss richtig hasseln und sich reinhängen dass wenn man da keinen Spaß dran hat, dann braucht man es nicht machen so.

00:31:49: Also man macht das einfach nur weil man eine Liebe dazu hat und nicht weil man unglaublich viel Geld verdient.

00:31:55: Und deswegen hat es mich dann irgendwie so in Richtung Theater geschoben, weil ich finde auch wenn ich jetzt noch Filme schaue, finde Ultraspannend, was ich da alles gelernt habe.

00:32:09: Was ich jetzt sehe und was vielleicht andere Leute nicht sehen.

00:32:14: Aber ich kann mir nicht vorstellen das man da noch extra im Blick behalten muss.

00:32:23: Das hat ja etwas mit Vorbereitungen zu tun.

00:32:26: Dann gibt es den Dreh und dann kommt danach noch alles, was mit Schnitt zu tun hat.

00:32:31: Was man auch im Schnitt alles noch falsch machen kann!

00:32:36: Und das, was man alles irgendwie im Hinterkopf behalten muss... Also das ist wirklich gut ab.

00:32:44: Ich sag mal die Filmlandschaft in Deutschland ist auch nicht einfach und deswegen habe ich mich da schnell abgewendet von...

00:32:53: Also würdest du sagen Theater fühlt sich für dich einfach organischer an?

00:32:59: Ja!

00:33:03: Mir kommt es vor dass Sovor als hätten Theaterleute ein bisschen ein anderes Kunstverständnis.

00:33:11: Und es ist jetzt nicht unbedingt wertengemeint im Sinne von eins ist schlechter oder besser, sondern einfach so... Ich weiß nicht, wie's anders, sondern das eine sagt mir mehr zu die Arbeitsweise auch und ich mag es auch, dass wenn man sich einen Stück fünfzehnmal anschaut, es ist jedes Mal irgendwie anders Weil es halt nicht ist wie beim Film.

00:33:34: Du hast das einmal festgehalten und dann, das nächste Mal wenn du dir anschaust, kannst du vielleicht noch kleine andere Details finden und entdecken aber in sich ist das was da ist, ist da Und es wird nichts Neues dazukommen.

00:33:47: und auf der Bühne kommt's natürlich auch total auf das Spiel mit dem Publikum an.

00:33:52: Was für ein Publikums ist da?

00:33:55: Wenn die total dabei sind und viel mitlachen und so ist direkt ein ganz anderes Gefühl als wenn da nur drei Leute sitzen und die interagieren gar nicht.

00:34:07: Und dann schleppt sich das so ein bisschen, auch keine Ahnung, wenn Schauspielende mal in Text vergessen und dadurch irgendwie eine lustige Situation entsteht... Also, so Sachen passieren halt beim Fertig- also sieht man beim fertigen Film dann halt nicht mehr.

00:34:25: Das freut Leute ja auch immer.

00:34:28: Wenn ich zum Beispiel im Theater auch irgendwann sehe von wegen irgendwas Ich sag mal, läuft nicht falsch.

00:34:32: Aber nicht nach Plan so ein bisschen, sondern weicht ein bisschen ab und die Personen dann halt... für diese ist wahrscheinlich richtig Stress weil denken muss ich irgendwie provisieren was sie alle können.

00:34:42: aber halt irgendwie muss jetzt irgendwie etwas machen und das ist ja für den meisten Zuschauerinnen einfach Fani zu sehen achte Masse aufwitzlich sind auch nur Menschen und hier und da cool.

00:34:50: also das bleibt an einer viel mehr Erinnerung als dann vielleicht die perfekte Inszenierung wo alles so weiß

00:34:57: Alles super clean.

00:34:58: Ja,

00:34:58: das ist super clean wie beim Film die du schon sagst da wird ja alt.

00:35:01: also wir machen noch einen Take.

00:35:02: Ja der war schon gut!

00:35:03: Wir machen aber noch ein Tag zur Sicherheit und dann machen wir es noch vier mal bis es wirklich ist und dann ist er den besten raus und der bleibt dann für immer.

00:35:10: Und dann gibt's aber auch diese One-Take Filme und die finde ich ultra krass.

00:35:20: Also ich kenne zwei auch.

00:35:22: Ich glaube, die hatten mir beide dieser eine Kamerakollege von diesem Film gezeigt.

00:35:26: Und zwar einmal war das Climax von ... Wie heißt der?

00:35:34: Ja ich bin schlecht mit Namen.

00:35:37: Noé, Gaspar Noé Dieser französische Regisseur.

00:35:42: Das ist so... Ich glaub in dem ganzen Film ist ein Satz gescriptet und Die ersten zehn Minuten sind so Szenen, die ein bisschen geschnitten sind.

00:35:52: Und danach der Rest des Films ist ein Take und es geht um Tänzer in einem Gebäude... ...und die Kamera verfolgt einfach was da für crazy shit passiert.

00:36:01: Das

00:36:02: ist cool!

00:36:02: Dann gibt's noch einen anderen, der heißt Victoria.

00:36:07: Der ist glaube ich vollkommen ein One-Take.

00:36:11: Ist aber geskriptet wenn ich mich nicht irre.

00:36:16: Da spielt den Berlin also im... ...offenen Raum nicht in einem Zimmer sozusagen, sondern wirklich im offenen Raum.

00:36:24: Und ich glaube die haben zwei Text davon gemacht und dann machst du halt anderthalb Stunden diesen Film durch ganz Berlin irgendwie oder durch diesen einen Stadtteil oder was auch immer... ...und dann machst Du halt nicht fünfzehn Text von, weil das geht gar nicht!

00:36:40: Ja.

00:36:40: Das finde ich halt superimpressive.

00:36:43: Also hab mich jetzt auch, ich kannte es vor gar nicht dass es das gibt.

00:36:45: Also ich kenne halt so one take Videos mal, das ist aber ein Video bei YouTube oder sowas man eben so okay One Take Bob auf geht's.

00:36:51: Aber richtige Filme fahre mich noch nicht bekannt.

00:36:53: Jetzt bin ich fast angehalten mir mindestens einen davon schon anzugucken.

00:36:57: also gerade mit Climax fand ich es sehr interessant jetzt.

00:37:01: Also

00:37:02: äh... Ich finde Climex super krass!

00:37:07: Aber ich habe ihn auch schon, also meine Mitbewohnerin gezeigt zum Beispiel und die war ultra verstört.

00:37:11: Also der ist schon nicht ohne.

00:37:14: Lara

00:37:14: guckst mir mit dem Film?

00:37:18: Ich würde ihn sehr gerne mit dir schauen.

00:37:19: Ja, sehr

00:37:19: gerne!

00:37:20: Lass

00:37:20: mal machen.

00:37:21: Hätte ich Bock drauf.

00:37:22: Und bevor wir jetzt noch weiter reingehen das Theater-Lebel machen wir eine ganz kurze Pause.

00:37:26: Ich hab noch ganz viele Fragen sind mir gerade aufgekommen wo er eben von der Theater Szene ja ein bisschen erzählt hat.

00:37:32: Da starten wir gleich wieder mit rein... da sind wir wieder.

00:37:36: Hi und meine Frage, nämlich wäre da.

00:37:41: Du hast ja bevor wir jetzt ein bisschen abgeschwiffen sind von dem Theater sind wir zum Wonshorn Film gekommen.

00:37:47: ich würde genau mal wieder zurück zum Theater kommen.

00:37:50: du hast gesagt du warst dann eben da bei der Ausbildung vier Jahre ging hast du gesagt und du hast dann schon angefangen so ein bisschen von der Theaterwelt zu erzählen, weil du hast Film und Theater verglichen so ein bisschen umgesagt.

00:38:05: Warum dir Theater mehr gefällt?

00:38:07: Und da möchte ich gerne einhaken, weil mich interessiert natürlich... Ich kann kurz vor meiner Erfahrung mit Theater reden und das kurz einzuordnen.

00:38:17: Ich mochte Theater schon längere Zeit.

00:38:20: Ich habe das früher als Kind immer schon gemerkt.

00:38:22: Als ich mal mit der Schule irgendwie mal einen Theaterstück geguckt hab, dachte ich immer so cool ist das!

00:38:27: war natürlich früher viel zu schüchtern um irgendwie mir selber in den Theater geht zu gehen.

00:38:31: und irgendwie sowas hab's natürlich nicht gemacht, bereue ich jetzt auch ein bisschen.

00:38:34: Ich hätte es gerne gemacht Und dann fing es irgendwann an dass ich mir hier im Theater lübe ich glaube so vor... ...vier fünf Jahren damals immer noch so'n bisschen nicht oft aber immer wieder mal ins Theater gegangen bin und ich würde sagen jetzt so seit zwei zweieinhalb jahren schon regelmäßig immer im Theater eigentlich bin mit meiner kleinen Theater-Card usw.

00:38:57: dass ich da regelmäßig aktiv bin mir Theaterstücke anzuschauen und was du ja auch schon gesagt hast, das mich einfach am Theater immer wieder begeistert ist eben dieses.

00:39:08: es kann immer anders sein.

00:39:09: Ich habe mir Stücke auch schon mehrmals angesehen und jedes mal denke ich mir wie cool ist es bitte weil ich dieses...ich liebe dieses die Nähe einfach zu sehen.

00:39:18: also es ist ja auch im Hintersitz natürlich ein bisschen weiter weg.

00:39:21: aber ich finde trotzdem es ist ein Unterschied ob ich einen Leinwand sehe einfach oder ob mir da jemand was vorspielt als echter Mensch.

00:39:27: Und diese Rolle einfach ja auch immer anders sein kann, so ein bisschen natürlich du hast deine Vorgaben aber immer irgendwie kann es anders sein.

00:39:33: gerade jetzt wir hatten als gutes Beispiel hatten in Lübeck eine Autor Inszenierung und da ist noch mal ganz anders mit Wetter zum Beispiel kann ja immer anders.

00:39:45: das war auch nochmal so einen Punkt.

00:39:46: deswegen bin ich passionierter Theatergänger Inzwischen und ich darf ja sogar was für mich ganz, ganz toll war.

00:39:53: Und ganz groß.

00:39:54: letztes Jahr durfte Ich das erste mal mitmachen als Statist?

00:39:59: Und das war für mich ja ganz groß.

00:40:00: Also du weißt gar nicht wie stolz und wolle ich da reingang in dieses Theater allein diesen Nebeneingang zu benutzen so wie ich.

00:40:05: Ich darf jetzt in dem Eingang.

00:40:07: Das ist schon gut.

00:40:08: Geh mal durch.

00:40:09: Gehen wir durch ist okay krass.

00:40:10: Und dann dachte ich immer so ich sehe bestimmt gleich irgendjemanden

00:40:13: von

00:40:14: Ja ohne scheiß Für mich sind das wirklich stars.

00:40:17: also ich bin Ich hab jetzt schon auch ein paar so kennengelernt, Gott sei Dank und bin auch sehr froh darüber.

00:40:22: Und freu mich auch immer jemals mit dem Rede.

00:40:26: Du hast mir auch schon welche vorgestellt... ...und das glaubst du eigentlich wie nervös ich da war?

00:40:30: Weil ich dachte mir so Alter haben die alle Charisma!

00:40:32: Die sind natürlich auch im Umfeld da und haben natürlich alles für sie zugeschnitten wo ich sie kennengelernen habe.

00:40:38: aber ich darf nur so alter finde haben die Charisma und da zeigen die ja auch und können die auch und das müssen sie auch können auf der Bühne.

00:40:44: Und jetzt stehe ich hier neben und denke mir so, was mache ich überhaupt?

00:40:48: Also deswegen ich war ganz stolz darauf dass es da mitmachen durfte.

00:40:51: sich das ich überhaupt mal irgendwie Ich habe mich jetzt kurze Schauder an der Ata Lübeck.

00:40:57: Ich hab' mich als Ankleider beworben Ja weil ich dachte ich will irgendwie nicht in die Ata-Welt kommen.

00:41:02: Ich möchte irgendwie rein!

00:41:03: Die haben mich natürlich nicht genommen, weil ich hatte keine Qualifikation.

00:41:08: Aber ich habe ganz unangenehm in die Werbung reingeschrieben.

00:41:15: So ja, Anklader hier... Ich mag Theater voll gerne und so.

00:41:18: Ich hab jetzt keine richtigen Skills was so nähen angeht und so.

00:41:21: aber ich mache auch irgendwann andere.

00:41:23: Geben sie mir irgendjemand da!

00:41:24: Irgendjob mach' ich, das ist mir egal.

00:41:26: Und dann habe ich abgelehnt.

00:41:27: und dann war so ganz doof in meinem Kopf als ich dann die Statistenrolle bekomme.

00:41:31: Das weiß man nicht schwer einfach hingeschrieben und bekommen.

00:41:33: habe ich da irgendwie salzene, wenn halt nicht hinter der Bühne auf der Büne.

00:41:40: So und dass sich dann mal da irgendwie auf der bühne stehen durfte auch nur als Statist eben Hintergrund aber vollkommen egal.

00:41:45: das alles mit zu erleben wie so eine Organisation ist, wie das Hintergrund abläuft Das war alle so toll diese Zeit.

00:41:52: Jedesmal hab' ich mich wie ein Kind wie einen Honigkuchenpferd hat sie ja so schön gesagt gefreut Dass ich dahin darf und das machen darf.

00:41:57: Ich bin so dankbar dafür immer noch das machen zu dürfen.

00:42:00: Mit dabei hat sich sogar das ein bisschen entwickelt von Statist natürlich immer noch, das mache ich auch weiterhin.

00:42:06: Ich habe schon nächste Projektion für nächstes Spielzeit, bin ich dabei?

00:42:11: Der blinde Passagier.

00:42:13: Richtig!

00:42:14: Da wird es ganz viele Vorstellungen geben und ich durfte bei Zombies... da kommt vielleicht sich der Spiel auch nochmal kurz zu, um das kurz einzuhaken.

00:42:22: Durfte ich mit dabei sein, meine erste auch mit Sprechrolle so ein bisschen Das war auch Völliger Wahnsinn für mich.

00:42:29: Also jetzt geht's aus langsam weiter, das bin ich noch nicht beim Tarte Lübeck aber eben auch was anderes in Lübäck.

00:42:34: da darf ich dann auch eine größere Sprechrolle nehmen.

00:42:36: also irgendwie nimmt es dann so Fahrt auf und es macht mir einfach unfassbar viel Spaß das zu tun das machen zu dürfen und ich bin immer sehr sehr freudig darüber selbst wenn ich mal richtig schlechten Tag habe mir richtig schlecht geht.

00:42:50: und es gab auch schon wirklich Tage wo ich dachte Boah Alter Das ist auch viel, gerade so Endprobenzeit.

00:42:55: Du wirst da vielleicht noch mehr zu berichten können als ich.

00:42:58: nur der Statist Dorf ist, da rumsteht aber selbst das einmal jeden Abend dahin.

00:43:02: und dass wir machen und hier und da... Ich hatte ja auch einfach Pressure für mich weil ich Angst hatte so einfach so das erste Mal daraus.

00:43:09: Und auch wenn ich jes mal dachte woher es schon anstrengend ist irgendwie alles unter Hut zu bekommen würde ich das niemals eintauschen.

00:43:16: Egal was dir jetzt irgendwie ist, ich würde die Zeit niemals eintauschen und wenn ich mich immer entscheiden müsste zwischen irgendwelchen Hobbys würde ich mich immer dann für diese Theater-Ding irgendwie entscheiden, sei es irgendwie nur im Hintergrund oder wie auch immer aber irgendwie dass sich da drin bin.

00:43:29: Ich durfte die so viele tolle Leute schon kennenlernen und dich durftig kennenlern.

00:43:32: dadurch hätte ich das alles nicht gemacht und dann wäre ich nie dahin gekommen.

00:43:36: also wer jetzt diese Statisten dieses Giselle letztes Jahr nicht gemacht werde ich niemals zu Zombies kommen hätte ich nie mal mitbekommen.

00:43:41: ich habe ganz viel leutischem kennengelernt neue Freunde und alles mögliche und so viele Tolle Menschen und dadurch dann auch die ganzen Sachen weitergesponnen.

00:43:48: Also... Es ist gerade viel was ich dafür ausrechte.

00:43:53: Ich muss auch sagen zum Beispiel, ich habe früher Sport zu Fitnessstudio gemacht um irgendwie gut aussehen.

00:43:58: So wie man es halt kennt.

00:44:00: und jetzt denke ich mir so ey ja ich mache das natürlich auch für mich erstmal um auch natürlich gut auszusehen vielleicht aber mehr mach' ich's auch gerade.

00:44:06: ey ich will das fürs Theater haben.

00:44:08: Ich möchte fit sein, ich möchte sich bewegen können, ich möcht beweglich sein damit ich das irgendwie vielleicht besser hinbekommen werde wenn ich nie wieder auf der Bühne stehe will ich das jetzt so irgendwie cool machen und irgendwie Fußpassen so ein bisschen, weil es einfach Spaß macht.

00:44:21: Und dann diesen neuen Anreiz zu haben dafür ist schon etwas Cooles.

00:44:25: Deswegen finde ich Theater ist eine ganz tolle Welt.

00:44:28: und jetzt darfst du wieder mehr reden Weil Du bist ja hier die Star-Person für heute.

00:44:35: Aber das muss ich einmal kurz sagen, weil... Ich wollte auch immer mal eine voll Theater-Special-Folle machen und jetzt habe ich ja auch ein bisschen bekommen durch dich.

00:44:43: Aber ich bin mir sicher irgendwie kommen da noch mehr Sachen, weil ich werde bestimmt nochmal Leute einladen die mit Theater auch ganz toll finden und vielleicht irgendwann jemand der im Theater spielt.

00:44:53: Mal gucken!

00:44:54: Also es wäre schon sehr cool.

00:44:55: Da kann ich dir bestimmt wen herholen?

00:44:57: Meinst

00:44:58: du?!

00:44:58: Mit

00:44:58: Sicherheit, da haben wir bestimmt einige... Spaß dran.

00:45:01: Ich hatte so viel Spaß daran, einfach nachzufragen irgendwie wie es ist und wie kommst du dazu?

00:45:06: Alles Mögliche!

00:45:07: Ich finde das ganz toll einfach.

00:45:08: Ja ich liebe Theater-Menschen auch einfach.

00:45:11: also Theater und Theatermenschen und ich komme sogar nicht aus einer Theaterfamilie die können damit gar nichts anfangen.

00:45:21: Immer wenn die mich besuchen, dann schleppe ich sie irgendwie in irgendein Theaterstück und dann gehen wir danach noch einen Trinken mit Leuten vom Theater.

00:45:30: Und meine Mutter ist dann immer ... Die geht da total auf!

00:45:33: Und es ist dann so, ah ja, die sind alle so lieb und alle so offen... Ich liebe alles daran.

00:45:41: Wirklich?

00:45:41: Also ich finde alleine auch durch dich eben nicht kennenden habe ich Leute einfach wie beim Theater Handwerken und arbeiten und wir alle sind alles super nett.

00:45:47: Ich habe noch nicht eine Person kennengelernt, die ein bisschen Theater-Lübeck muss ich natürlich sagen.

00:45:52: Nicht eine Person kennenlernt, der irgendwie komisch ist, die jetzt irgendwie auch nicht net einfach ist und sich einfach dazu holt, ihr kommt dazu so ein bisschen, obwohl man eigentlich gar nicht dazugehört.

00:46:00: Also

00:46:02: wie du sagst gibt es bestimmt auch.

00:46:04: aber hier im Theater Lübecks hab' ich ja auch nur tolle Menschen kennengelernet

00:46:09: Genau, gibt's natürlich überall.

00:46:10: Aber generell einfach zu einer anderen Leute vom Haus aus.

00:46:14: aber ich muss auch sagen mir gefällt auch das Klientel was dahingeht im Zuschauer in weil du hast immer dieselben Leute auch viel.

00:46:25: also ich sehe ganz viele Leute die ich halt immer auch seh wenn ich da oft hingehe und ich finde erstmal hast du alle Schichten durch irgendwie aber viel auch auf der ältere aber auch ganz viele jüngere Leute.

00:46:39: Also du hast irgendwie so alles zusammenbügend wie ein alle interessiert einfach für Kultur und hast auch Leute dabei, die vielleicht nur einen Mal im Jahr zum Theater gehen, damit das gönnen sich mal so oh ist doch schön eine Inszenierung, die mir gefällt, die sagen so oh es nicht immer unbedingt meins Aber das Stück das muss ich mir angucken weil das ein Thema ist was mich wirklich interessiert Und die sind alle immer begeistert also meistens zu binden.

00:46:56: Es gibt natürlich Leute, der sagt so oh war jetzt gar nicht meins Die sind dann schon bisschen höher Weil ihr ja auch hinter das ganze Ding blicken.

00:47:01: Ich blicke immer noch als kleiner Junge da drauf und decken wir uns alles geil was ihr macht.

00:47:04: Das ist mir egal Du oder ja andere Leute haben einen anderen Blick darauf, wie die Inszenierung ist.

00:47:09: Da kommen wir gleich noch zu.

00:47:11: Aber ich blickte immer noch als kleines Kind drauf und ich glaube so geht es vielen Zuschauer in die dahingehend einfach ihren Spaß haben wollen.

00:47:17: Einfach kulturbegeistert sind, Leute dabei zusehen... ...wie sie sich Annalena hat mal so schön gesagt das geht immer darum, sich möglichst zum Horst zu machen ein bisschen einfach.

00:47:30: Das ist doch ganz toll!

00:47:34: Unsere Tanzlehrerin damals im Studium hat immer gesagt, man darf keine Angst haben hässlich zu sein oder keine Angst vor Hässlichkeit.

00:47:44: Weil in dieser Hässigkeit ist halt auch eine Schönheit die man dann findet.

00:47:48: und das finde ich also wenn Theater so super clean vorsichtig und so ist, dann finde ich es meistens auch wenig interessant.

00:47:58: Aber wenn man ein bisschen auf die Kacke hauen kann, sich ein bisschen zum Horst macht und ein bisschen eben nicht Angst vor einer Hesslichkeit hat, dann ist das viel berührender irgendwie als zuschauende Person.

00:48:11: Auf jeden Fall!

00:48:11: Das habe ich für mich auch schon... also ich muss wirklich sagen, die jetzt die eineinhalb Jahre am Theater, wo sind's ja nicht mal fast ein Jahr ja nur, ist für mich ... muss ich ganz ehrlich sagen.

00:48:23: Also mich neu kennenlernen, das was... ...ich machen möchte und das was ich machen kann.

00:48:27: Diese Überwindung einfach weil du hast ja... ...einfach Überwindungen der stellt sich an.

00:48:31: also erst mal so wer stellt sich irgendwie gerne vom irgendwelchen Leuten macht irgendwas?

00:48:34: Und dann noch vielleicht irgendetwas wo man sagt ah es ist unangenehm das würde ich vielleicht im echten Leben nicht machen.

00:48:38: aber du bist ja nicht die Person ein bisschen anders Ja und spielst die Person und äh das hat mir auch definitiv geholfen.

00:48:44: da ähm selbstbewusst dazu werden muss ich ganze ehrlich sagen Ach schön!

00:48:50: Das ist eine

00:48:51: ganz tolle Sache.

00:48:53: Gut, wir sind ein bisschen richtig im Thema drin aber ich möchte mal ganz kurz zurück.

00:48:58: so du hast dann gesagt Theater und Film?

00:49:01: So Dann hast du gesagt Theater is Deins

00:49:04: Ja.

00:49:04: Dann sind wir schon an den Punkt ankommen wo du deine Ausbildung da beendet hast erfolgreich absolviert hast

00:49:11: Jajin.

00:49:12: Also ich habe noch eine Hospitanz gemacht am Theater in Kassel.

00:49:20: Das war mein Abschlussjahr.

00:49:22: Da hatte ich noch ein bisschen Zeit und dann habe ich da noch die Hospitanz gemacht, und ich hatte Glück.

00:49:28: Mein Bruder hat zu der Zeit in Kassel gewohnt und dann konnte ich bei ihm schlafen für zwei Monate unter diese Hospitans machen.

00:49:37: Und die Regisseurin von dem Stück, bei dem ich hospitiert habe, war zufällig die Nachbarin von meinem Bruder!

00:49:46: Und dann bin ich ab und zu mit ihr zum Theater gefahren mit der Straßenbahn.

00:49:51: Dann sind wir auch ins Gespräch gekommen, was jetzt mein Plan ist.

00:49:56: Ich mache erst mal meinen Abschluss... ...und dann bewerbe ich mich auf Stellen.

00:50:02: Und ich habe halt nicht gecheckt, dass im Theater gibt es ja auch Spielzeiten!

00:50:08: Das ist eigentlich immer so.

00:50:11: um Oktober-Novemberum ist so die Zeit, wo dann halt nach neuen Leuten gesucht wird für die nächste Spielzeit.

00:50:18: Die dann erst nächstes Jahr losgeht.

00:50:20: um die Zeit.

00:50:21: Also die suchen extrem früh schon und das habe ich gar nicht so richtig gecheckt Und diese Regisseurin war dann so ne ne du musst dich jetzt schon bewerben Sonst hast du danach keinen Job?

00:50:31: Ich bin sehr dankbar drum weil dann hab ich angefangen mich schnell zu bewerden Und hatte dann drei Bewerbungsgespräche glaube ich online glücklicherweise.

00:50:45: Und genau, so bin ich dann zum Theater Lübeck gekommen und hatte dann eben kurz vom... Ich glaube, dann hatte ich meine Abschlussinszenierung und in dem Zeitraum wo ich die Abschluss- inszenierung fertig hatte habe ich dann die Zusage bekommen dass sich jetzt quasi Regieassistentin am Theater LÜBEC sein werde Genau, und dann hatten wir noch Theorieprüfungen.

00:51:15: Und der Abschlussfilm kam auch danach.

00:51:21: Weiß ich jetzt nicht mehr ganz genau.

00:51:22: Aber dann hab' ich da den Abschluss gemacht... ...und dann bin ich schon umgezogen in den Norden.

00:51:33: Wie war das so für dich?

00:51:35: In den Nordern zu ziehen!

00:51:36: Ja, das auch.

00:51:37: Du hattest ja gerade in diesen Bereichen sage ich mal darf man nicht zu sehr an eine Stadt gebunden sein.

00:51:48: Du musst dich immer dahin bewegen, wo die Jobs sind.

00:51:51: erstmal so und für dich war es ja auch klar dass du immer umziehen müsstest ein bisschen.

00:51:57: Hattest du noch mal eine Präferenz?

00:51:58: Du hast ja drei Währungsgespräche von diesen dreien.

00:52:01: War Lübeck so, wo gesagt, ich war schon mal in Lübek kennig oder warst du das erste Mal in LÜBEK?

00:52:05: Ich

00:52:05: war tatsächlich noch nie in Lürbeek!

00:52:07: Ist auf dein

00:52:07: Deck.

00:52:09: Also ich hatte das Bewerbungsgespräch auch online und das erste Mal, wo ich in Lübeck war, war als ich hergezogen bin.

00:52:17: Das war blindes Vertrauen an der Stelle aber es hat sich gut eingelöst würde ich sagen.

00:52:24: Ja, es war schon aufregend weil also ja ein... Es war irgendwie auch aufregende Aber es war okay Weil ich ja wusste dass alle aus meinem Jahrgang also meine Freundinnen Ja, auch wegziehen.

00:52:40: Also die wenigsten sind dann in Passau geblieben und deswegen wäre es jetzt auch keine Option gewesen zu sagen man bleibt da, man bleibt bei den Frendos weil die sind eh dann auch alle weg.

00:52:55: Und deswegen war's irgendwie okay.

00:52:57: mit den Leuten, mit denen ich close war bin ich auch immer noch im Kontakt und das ist ... Spoiler vielleicht für meine ... die Folge, aber ich ziehe dann jetzt demnächst auch wieder um und jetzt ist nochmal wie ein anderes Gefühl.

00:53:13: Weil also hierher zu ziehen war irgendwie komisch weil man beginnt ja nicht als Studie... kommt ja in einen Raum von Menschen, die alle schon länger hier sind.

00:53:30: Und du kommst so als neue in den Kreis und das war ein ganz anderer Anfang.

00:53:35: also jetzt beim Studium zu sagen okay alle fangen irgendwie bei null an und alle freunden sich dann irgendwie untereinander an und hier hatten sie natürlich alle schon ihre Freundeskreise und es war viel schwieriger hier Fuß zu fassen und Jetzt wieder umzuziehen ist total surreal und gleichzeitig irgendwie einfacher, weil ich weiß okay.

00:53:58: Ich werde mit den Leuten im Kontakt bleiben.

00:54:00: mal die Theaterwelt ist am Ende super klein.

00:54:04: man trifft sich immer wieder und ja wie du schon sagst man darf sich eigentlich nicht so sehr an einem Ort festhalten Und irgendwie ist es auch schön zu wissen man hat irgendwie überall verteilt Freundinnen.

00:54:19: Das ist auch schön.

00:54:20: Stell ich mir auch schön vor, dass man anders als beißt.

00:54:23: Man kann immer irgendwie nach den Leuten treffen und erst mal cool.

00:54:26: Du hast die Connections.

00:54:28: Und wo du auch schon gesagt hast eben das fühlt sich jetzt für dich nicht ganz so aufregend an wie natürlich das weil du glaube weil du auch wahrscheinlich weißt Ich habe es überall bisher immer geschafft anzudocken.

00:54:41: So ich schaffs da auch.

00:54:43: warum soll's da anders sein?

00:54:45: Ja und ich bin natürlich mit der Zeit.

00:54:47: also Ich bin ausgezogen, als ich neunzehn war und jetzt bin ich sechsundzwanzig.

00:54:53: Und da wird man ja auch erwachsener und man tut sich irgendwie einfacher dann Leute anzusprechen und mit Leuten in Kontakt zu treten.

00:55:03: also zumindest im einen Fall ist das so.

00:55:06: Ja irgendwie mache ich mir diesmal nicht so sehr Sorgen.

00:55:12: Aber ist doch erstmal positiv?

00:55:13: Ja.

00:55:15: Schön!

00:55:17: So und jetzt sind wir übel gegangen gekommen Dann bist du noch Lübeck gezogen und daran?

00:55:21: Ja,

00:55:22: dann bin ich nach Lüberg gezogen.

00:55:24: Und ich habe hier am Theater Lübek angefangen als Regieassistentin und hatte so eine halbe Stelle als Souffleurin.

00:55:33: auch also hier in Lüber gibt es eine kleine Bühne die Studiobühne und das sind halt kleinere Produktionen mit weniger Menschen habe ich halt viel gearbeitet, weil ich dann quasi Assistenz und Soflage gemacht habe.

00:55:52: Und bei den größeren auf den größerem Bühnen gab es dann eine extra Person die so fliert hat und dann hab' ich nur assistiert.

00:55:58: also da habe ich so ein bisschen besondere Rolle gehabt sozusagen.

00:56:04: Jetzt Leute nicht aus Theater-Welt kommen, Assistenzen überhaupt ne Soflag?

00:56:07: Was macht ihr denn überhaupt?

00:56:09: Ne Soflach ist die Person die damit diesen Textbuch in diesem nervigen Licht sitzt... wen immer blinde.

00:56:18: Leute, ich saß tatsächlich noch nie direkt daneben?

00:56:21: Ja, daneben ist nicht so schlimm aber dahinter ist nervig.

00:56:24: Aber man kann es halt

00:56:25: nicht

00:56:25: ändern!

00:56:27: Die haben dann das Textbuch vor sich dass wenn die Schauspielenden mal ein totales Blackout haben oder sich total verheddern, dass man helfen kann wie's weitergeht oder was der Satz ist oder wie auch immer genau und... Im Studio, auf der kleinen Bühne sitzt man dann da eben im Publikum.

00:56:48: Auf der größeren Bühnen gibt es auch die Möglichkeit... ...auf der Seite zu setzen und nicht in den Publikums.

00:56:53: Dann hat man nicht dieses nervige Lichtproblem,... ...dass mir als Soflage auch manchmal unangenehm war.

00:57:01: Weil man denkt ach jetzt blende ich dich aber ich sehe sonst nicht was dasteht!

00:57:08: Ja das ist total wichtig.

00:57:11: Ich hatte bis hier einmal bei einem Stück was gesehen, da wurde... oder die so Flasche zur Rate gezogen mit einem kurzen Blick und dann ist sie sofort eingesprungen gesagt.

00:57:21: Meistens brauchen ja immer nur einen Keyword, so ein Q, ein bisschen so... Oder der isst und dann, ah stimmt!

00:57:27: Dann war er vorwieder drin.

00:57:28: aber manchmal hat man einfach so'n Blackout passiert.

00:57:31: Ja und das ist auch wieder Theater, was schönes.

00:57:34: Und es gab schon so lustige Situationen.

00:57:37: ich will jetzt gar nicht so sehr aus dem Nähkästchen plaudern Aber kann ich dir später erzählen?

00:57:41: Es gibt schon so Lustige Situation wo ich so fliert habe, aber auch meine Kolleginnen dann in Einsatz kam.

00:57:50: Das ist immer sehr amüsant wie die Leute also zum einen die Schauspielenden darauf reagieren und damit umgehen und aber eben auch das Publikum – du hast es ja vorhin auch schon gesagt – das Publikum ist ultra dankbar und findet das meistens total charmant und voll okay.

00:58:07: Ja definitiv!

00:58:09: So das war unser Anfänger.

00:58:13: War das auch erstmal so deine Hauptaufgabe, wo du gesagt wirst okay.

00:58:16: Du bist jetzt hier unsere Regie Assistenz und machst halt zu flasch.

00:58:22: Ist das so?

00:58:23: Wie stehe ich mir das vor?

00:58:24: Ich stelle es mir halt ein bisschen sofort.

00:58:25: Das ist halt dein Job.

00:58:27: aber Es wird schon immer gesagt so ok das erste Jahr bis zum studio zum Beispiel im zweiten Jahr.

00:58:30: darfst du dann das machen?

00:58:31: oder ist das einfach So?

00:58:33: wir gucken mal wie du dich machst wenn du die richtig krass gut anstellst Dann kannst in drei Wochen auch Die Aufgabe machen weil warum nicht du bist bei uns im haus Darf es eigentlich überall reinschnuppern?

00:58:43: Oder wie stelle ich mir das vor?

00:58:45: Nee, so ist es eigentlich nicht.

00:58:47: Also am Anfang oder vor Beginn der Spielzeit hat man dann einen Treffen... Hier in Lübeck ist es so dass man sich zusammensetzt mit unserem Schauspieldirektor und den anderen Assistenten Und dann bespricht man wer welche Produktion übernimmt an eine Produktion gebunden und im ersten, in meinem ersten Jahr war das tatsächlich so dass es mehrere Studioproduktionen gab.

00:59:14: Das heißt da war ich dann automatisch bei denen Produktion und eigentlich glaube ich hatte im ersten Jahr nur das Weihnachtsmärchen auf der großen Bühne und dann nur Studiosachen.

00:59:26: Und ab dem zweiten, ab meinem zweiten Jahr habe Also hier in Lübeck auf der Kamerspielbühne und dann eben Stadtraum und so Sachen gemacht.

00:59:40: Aber das war jetzt nicht eine Voraussetzung, es war nicht.

00:59:44: hey du musst dich beweisen und dann darfst du XY?

00:59:48: Das war's nicht!

00:59:49: Ich hatte natürlich eine gewisse Einarbeitungszeit.

00:59:53: da hat ich dann meiner Kollegin ein bisschen über die Schulter geschaut und erst mal laufen so Sachen ab Und dann aber in dem Moment, wo ich meine erste eigene Assistenz hatte.

01:00:05: Da war dann eigentlich alles immer wie es danach auch bei allen anderen war.

01:00:12: Also da hat man alle Aufgaben, alle regulären Aufgaben und man muss sich nicht irgendwie hocharbeiten in diesem Sinne.

01:00:25: Wenn ich mir Regieassistenz jetzt anhöre als Wort... Ist es dann, wie man's vielleicht wörtlich nehmen könnte.

01:00:32: Du bist die Assistenz von der Regie und die Regie sagt wenn Lara kannst du mal bitte das und das irgendwie dahinten machen?

01:00:39: Kannst du bitte die und diese Sachen machen?

01:00:40: Könntest du vielleicht das mal irgendwie holen?

01:00:42: Kannste mir da vielleicht mal irgendwie helfen?

01:00:44: was ist dein Input?

01:00:45: so ein bisschen oder wie muss ich mir das vorstellen?

01:00:50: also Ich habe den Beruf der Regiesistenz immer als wenig kreativ betrachtet.

01:01:01: Ich glaube, das macht jeder so ein bisschen anders oder sieht jeder so'n bisschen anders.

01:01:05: aber für mich ist es vor allem einen organisatorischer Beruf weil also es ist tatsächlich selten dass eine Regieperson mal sagt hey was denkst du dazu?

01:01:18: Da gibt es Leute die fragen da mehr und dann kann man ein bisschen mehr sein, Senf dazugeben und andere die fragen das halt gar nicht.

01:01:26: Das ist auch vollkommen fein.

01:01:28: aber der Beruf der Regie Assistenz ist eigentlich hauptsächlich so die Kommunikation zwischen allen Gewerken mit allen Leuten.

01:01:38: Man führt einen Regiebuch wo man dann eben notiert was passiert also wenn Also Schauspieler XY geht von A nach B und hält das Requisit, legt es da ab.

01:01:53: So Sachen schreibt man dann irgendwie auf.

01:01:56: Und später wenn noch Sound-, Musiksachen dazu kommen oder Licht-Einsätze... Das schreibt dann alles in dieses Regiebuch, dass ja das alles festgehalten ist.

01:02:10: Wenn bei der nächsten Probe ein Schauspieler fragt Wo bin ich da hingegangen oder was hab' ich da gemacht, dass man das beantworten kann.

01:02:19: Und eben die Regieperson sich auf diese ganzen kreativen Sachen konzentrieren kann während man dann eben... Also wir haben zum Beispiel auch Ausstattungsassistentinnen hier am Haus.

01:02:31: Das ist groß geschenkt Es gibt's nicht an jedem Theater.

01:02:37: Aber wenn es heißt Hey!

01:02:39: Ich hätt gern eine Schaufel als Requisit Dann geht das in dem Fall an die Ausstattungsassistenz, die sich dann darum kümmert dass man bei der nächsten Probe eben eine Schaufel hat als Requisit.

01:02:54: Und wenn jetzt die zum Beispiel mal nicht da ist aus Gründen... ...dann würde ich das quasi weiterleiten müsste es aber selbst nicht organisieren sondern nur dass alle alle Infos haben.

01:03:07: und ich muss den Betriebsbüro sagen, wie wir am nächsten Tag proben und das gegebenenfalls auch mit Schauspielenden kommunizieren.

01:03:16: Und auf Freitage achten in der Planung und Maskenzeiten beachten dass Schauspielen ja dann eben gegebenen falls früher gehen müssen weil sie abends eine Vorstellung haben oder Kostüm anproben einplanen.

01:03:36: Ja,

01:03:36: sehr viel organisatorisches Zeug.

01:03:38: Man ist eigentlich die erste Person in der Regel, die da ist auf der Probebühne.

01:03:46: Das ist auch so ein bisschen eine ungeschriebene Regel, dass Regierstanz kocht Kaffee und wenn man eine Hospitanz hat macht das die Hospitans.

01:03:56: also es wird immer weiter nach unten gegeben.

01:04:04: Das muss man nicht.

01:04:05: Man kann auch sagen, es ist mir egal und mache ich nicht.

01:04:08: Es ist nicht mein Job aber ich trinke selbst saugerne Kaffee.

01:04:11: deswegen war's für mich nie ein Problem.

01:04:13: Aber ich kenne halt auch andere KollegInnen die selbst gar keinen Kaffe trinken und das total doof finden was ich verstehen kann.

01:04:20: Kann ich auch mal nachvollziehen?

01:04:21: Ich finde da immer so.

01:04:23: also für wen mach' ich das jetzt einfach?

01:04:25: So ich trink z.B.

01:04:26: selber auch kein Kaffees und ich musste immer eine Ausbildung glaube ich einmal Kaffe kochen sonst hat's auch jemand anders gemacht.

01:04:32: Ich habe es nie laut gesagt, ich bin ganz ehrlich.

01:04:37: Ja

01:04:37: das weiß man ja nicht dann.

01:04:38: Woher denn auch?

01:04:39: Also ich weiss ich muss irgendwas um reinkippen und dann kommt Wasser durch.

01:04:41: aber wie genau?

01:04:42: keine Ahnung.

01:04:43: Und jetzt kommt da trotzdem drauf an wie als jemand gesagt wird wenn gleich auf angesagt wird so ein... ...ich mach das für Leute die ich gar nicht mag.

01:04:50: du kochst ins Kaffee weil du bist halt unter uns so ein bisschen.

01:04:53: Dann denkste ja mal Alter warum?

01:04:55: Du machst einfach für so ein Kollege, wo du dann sagst, wir sind alle cool und ach ja komm ich mach einen Kaffee.

01:05:01: Wir gehen mäßig, mach das jetzt einfach.

01:05:03: Ja die meisten sind ja auch ultra dankbar und sehen dass man das macht und sich kümmert.

01:05:12: Genau und man ist in der Regel also dann richtet man irgendwie die Bühne her, dass man halt proben kann die Seele, die man vorher abgesprochen hat.

01:05:23: Nach der Probe ist man halt meistens auch die letzte Person, die da ist.

01:05:27: Weil man dann noch Spülmaschine einräumt mit den Kaffeetassen oder keine Ahnung generell irgendwas aufräumten oder nachbereitet oder eben dann halt auch die Probebühne abschließt und so.

01:05:39: also ja... Man ist halt so.

01:05:44: Also an schlechten Tagen beschreibe ich diesen Beruf als Depf vom Dienst Aber das ist nicht unbedingt was Schlimmes, weil man irgendwie auch mit vielen Leuten in Kontakt kommt.

01:06:02: Mir hat es immer viel Spaß gemacht.

01:06:04: Ich kenne auch Leute die gar keinen Spaß an der Assistenz haben und das aber eben machen, weil es der übliche Weg zur Regie ist oder zu Sachen, zu Theater generell... Es ist ein üblicher Weg, aber es gibt unglaublich viele Wege.

01:06:22: Ja!

01:06:25: Zwei Gedanken dazu.

01:06:26: wo du auch ganz Sachen aufgezählt hast dachte ich mir schon so was viel und ich hoffe einfach dass alle RegisseurInnen sehr dankbar dafür sind.

01:06:37: Genau gibt's wahrscheinlich mal so mal so das ist ja auch in jedem Job so ein bisschen Aber sollten auf jeden Fall da sehr viel dankbar sein.

01:06:45: Und wie du dir gerade gesagt hast es ist halt notwendig.

01:06:49: Wenn ich das höre jetzt von außen so, wirkt es halt auch wichtig.

01:06:55: Weil du lernst halt wie willst sonst alle Abläufe irgendwie lernen?

01:07:00: Und ich glaube du kannst dann auch besser Regie führen wenn du alle abläufer kennst und halt eben dann auch bist ja in einer Position wo du Anweisung gibst musst du ja.

01:07:09: Ich glaube dass einfach zu wissen wie das alles auseinander hakt und wie die Leute da mit umgehen können ein bisschen.

01:07:19: Also ich sag mal jetzt, und ich passiere immer einfach so Regie.

01:07:21: Und du weißt aber gar nicht was alles hintergekommen ist passiert?

01:07:24: Wie das alles zusammenhängt oder wo alles irgendwie ist, denkst du ja.

01:07:27: Und dann denken die Leute halt, die da mithelfen.

01:07:29: Denken auch, der oder die hat keine Ahnung davon.

01:07:31: Und erzählt mir irgendwas, beißt sich die Person noch gar nicht.

01:07:35: Ja und dazu muss ich auch sagen dass ich glaube ich einen guten Vorteil hatte, dass damals in meinem Studium haben wir wirklich alles gemacht.

01:07:47: Wir haben dann eben auch Licht, also die Lampen gehängt gepatched programmiert.

01:07:52: Lichtstimmung programmiert und eben auch unsere Kolleginnen unterstützt technisch.

01:07:59: Das heißt sonst hätte ich davon auch gar keine Ahnung ist ja klar!

01:08:04: Und wenn du dann eben so bei Beleuchtungsproben wo halt so Lichtstimmungen programmiert werden wenn du da dabei sitzt und halt noch nie irgendwas von von Licht gehört hast, dann ist es halt total schwierig.

01:08:18: und wie du sagst also dann ist das halt umso wichtiger dass man mal eine Assistenz gemacht hat bevor man Regie macht weil sonst weiß man gar nicht wieso Sachen ablaufen.

01:08:31: Ja ich hatte da glaube ich ein bisschen einen Vorteil dass sich dann schon ein bisschen wusste wenn die halt von Cues und Laufzeiten gewissen Lampen reden, dass ich das zumindest ein bisschen zuordnen konnte.

01:08:46: Dafür ist der Ausbild noch da?

01:08:47: Ja genau.

01:08:48: aber weil du es ja am Anfang auch gefragt hattest wie kommt man zu dem Beruf der Regie.

01:08:54: Das ist jetzt so ein Weg.

01:08:55: also ich habe eine Kollegin zum Beispiel die hat nicht Regie studiert, die hat glaube ich Theaterwissenschaften studiert und hat dann Assistenz gemacht und ist jetzt Regisseurin und funktioniert auch gut.

01:09:08: andere machen die Ausbildung beziehungsweise das Studium und überspringen dann total die Assistenzzeit.

01:09:18: Also es gibt verschiedene Wege, und es gibt auch Schauspielende, die dann zur Regie wechseln oder andersrum.

01:09:26: also es gibt gerade in diesen künstlerischen Berufen ganz viele Wege ans Ziel zu kommen.

01:09:32: Und ich finde das eigentlich auch ganz cool!

01:09:36: Ja weil ich kann mir gut vorstellen du bist halt ja auch.

01:09:41: natürlich bist du irgendwann auch angestellt aber ich glaube gerade in diesem Bereich bist du einfach auf viel selbstständig, kriegst natürlich Verträge und so.

01:09:47: Und kriegste dann noch das Geld?

01:09:49: Aber du bist in dem Sinne selbstständigt, dass du halt... Wenn du jetzt sagst ich Regieassistenz, ja, ich werde es einfach Regisseur oder Regisseurein.

01:09:58: Ich schreibe halt ein Drehbuch also halt, ich inszeniere halt was und gibt das an die verschiedenen Theater mit dir nehmen wollen, dann fühle ich Regies gut so ein bisschen.

01:10:07: Oder wenn du halt das eben anders machen möchtest gib dir immer verschiedene Wege.

01:10:13: Ja, mir hat irgendwer mal gesagt wenn man auch schreiben kann sollte man das auf jeden Fall machen weil dann können sich die Theater oder Filmproduktionen die Rechte dafür natürlich auch sparen.

01:10:26: Weil man dann quasi als Regieperson und Autor in eingekauft werden kann und nicht noch extra von irgendeinem Verlag irgendwelche Rechte einkaufen muss.

01:10:39: ja da ist man dann Doppelpaket, sagt man das so bestimmt nicht.

01:10:45: Kann man sagen auf jeden Fall.

01:10:48: Zwei in einen?

01:10:49: Zwei und ein sowas ja.

01:10:51: Und wenn man dann selbst noch spielen will um Gott

01:10:53: zu erinnern... Mach's einfach alles selber!

01:10:55: Alles selbst.

01:10:57: Gibt es ja.

01:10:57: also wenn ich jetzt möchte immer an meinen Beispiel dafür sind wir Alligator.

01:11:02: Mein Lieblingskunst da, wisst ihr alle ganz genau und der hat ja auch immer oder macht eigentlich zumindest dass man die so von außen halt mitbekommt natürlich nur klar aber immer noch viel selbst oder früher auf jeden Fall.

01:11:13: er hat ihm die Instrumente im Beat gemacht.

01:11:15: Er hat das eingesungen, er hat das eingeweppt, er hatte Regie für seine Videos, für seine Musikvideos... er hat die Inszenierung dafür gemacht usw.. So manche einfach natürlich immer helfen bekommen sieht man auch immer bei den videos wer dann so licht und sowas gemacht hat.

01:11:30: Aber alles was die Regie und sowahs angeht der wollte auch immer mal einen filmen hat er auch mal erzählt im interview gern immer ein film regiführen so also und er hat auch nicht in dem bereich was studiert oder ausbildung gemacht, sondern Der Mann ist da einfach überaus begabt und ein wunderkind.

01:11:46: Ja medien Mediendesign und medien gestaltung.

01:11:50: Ingoos mit mediengestaltung.

01:11:51: Ich glaube medienne gestaltung hatte ja eine Ausbildung gemacht.

01:11:55: Ja, ich finde es cool was man halt so machen kann ohne es halt offiziell zu lernen.

01:12:01: Also ich glaube gerade bei den Künsten wäre das fatal wenn es ein Ausbild also einen keine Ahnung.

01:12:08: Wenn's so richtig und falsch gibt ne?

01:12:10: Ja dass man sagt du musst es studiert haben!

01:12:13: Du musst das und das machen sonst kommst du nicht dahin, dass halt jeder und jede so seinen Weg finden kann Ja, was auch immer es dann ist und dass das eben auch alles sein kann wenn man will.

01:12:29: Ich hab gerade aus dem Kopf vielleicht, weiß ich nicht ob du damit zustimmst aber mit diesem Karrieren können falsch und musst du lassen das machen?

01:12:36: Ich habe grad so ein Bild von einer Auflaufform im Kopf Und eine Auflaufform sagt irgendwie ja die ist halt irgendwie so eckig so ein bisschen recht ekmäßig Aber die kann ja auch rund sein.

01:12:46: wie auch immer das kann alles anders sein und was da drin ist auch nochmal ganz anders.

01:12:49: Du hast halt nur dieses Paket im Sinne von es muss irgendeine Auflaufform sein.

01:12:52: Irgendwas muss passieren, alles fast darum herum oder drin ist kannst du selber entscheiden und da gibt's keine Richtung keinen falschen.

01:12:58: Du sagst das ist so für dich richtig?

01:13:00: Und irgendwelche Leute wollen umsetzen was du eben machen möchtest.

01:13:04: Ja nein, klingt plausibel.

01:13:08: Das Auflaufmodell.

01:13:10: Ich werde ganz kurz rausbringen.

01:13:11: Names gesichert.

01:13:12: Das werd ich mir merken.

01:13:14: Der glorische Auflauf-Modell.

01:13:20: Gut.

01:13:21: Jetzt haben wir ganz viel Stunden darüber geredet, ich habe noch zwei Sachen auf der Liste.

01:13:25: Das machen wir mal kurz.

01:13:26: eine Pause nochmal aber die zwei Sachen kommen dann gleich.

01:13:33: Bis gleich!

01:13:34: Zweite Pause hinter uns gebracht.

01:13:37: und meine erste Frage ist jetzt nachdem wir alle schon besprochen haben bei einem kleinen Werdegang von ganz Kindheit an bis zu Regie Assistenz.

01:13:46: Und dann ist natürlich logische nächste Schritt Ich fühle Regie Und das hast du getan.

01:13:52: Das habe

01:13:52: ich getan!

01:13:53: Was sehen wir doch gern davon?

01:13:56: Ja, ich war jetzt dann drei Jahre am Theater Lübeck und hier ist es ganz besonders toll dass unser Schauspieldirektor einen Slot sozusagen in der Spielzeit reserviert hat für assistierende Inszenierungen.

01:14:13: Das heißt immer eine Assistenzperson bekommt ne Inszenierung auf die Studiobühne.

01:14:20: Das ist absolut nicht selbstverständlich.

01:14:23: Und ich dachte ehrlich gesagt, dass sich das auch nicht machen darf, dass ich es nicht bekomme weil ich eben diese Halbstelle als Soflage habe und in den ersten zwei Jahren dann meinen Kolleginnen assistiert habe und so fliert habe auf der Studiobühne.

01:14:41: Ich hatte das große Glück, dass es für mein Chef, für den Schauspieldirektor gar keine Frage war und es einfach nur für ihn fair erschien, dass ich dann an der Reihe bin sozusagen.

01:14:54: Und ja!

01:14:56: Dann haben wir... hab' ich bisschen geschaut nach Texten was man da so machen kann und habe gemeinsam mit der Dramaturgie ein bisschen gesucht und dann haben wir uns geeinigt auf das Stück Milch und Schuld von Sina

01:15:11: Alas.

01:15:16: Ja, grob gesagt hat man dann den Jahr daran gearbeitet und dann hat man irgendwie vier Wochen Probenzeit.

01:15:22: Und dann ist Premiere und dann ist alles schon vorbei.

01:15:26: Wenn man so runterbringt hört sich das ganz einfach an oder?

01:15:28: Ganz einfach!

01:15:29: Dann kann ich es auch machen.

01:15:30: Ja, easy.

01:15:31: Kein Ruhle.

01:15:33: So einfach ist sie ja doch nicht.

01:15:36: Leider nicht.

01:15:37: Nimm uns da gerne mit rein was natürlich du nur erzählen möchtest.

01:15:40: aber deine Gefühlswelt und wie geht man überhaupt daran... So was zu inszenieren.

01:15:46: Du hast gerade das Stück hattest, also das Stück ist ja so ein bisschen vorgegeben dann?

01:15:50: Also von dir selbst was du ja ausgesucht hast mit dem Schultanzus und dann sagst okay das möchte ich so inszeniert.

01:15:55: Das kann man ja auch halten, wer möchte das kreative Arbeit.

01:15:58: Die bist du herangegangen.

01:15:59: Warum genau das Stück?

01:16:00: Da hab' ich grad ein bisschen die Landsgefühle so ein bißchen...

01:16:03: warum haben sie

01:16:07: eigentlich genau das?

01:16:09: Also im Studium war es tatsächlich auch so da konnten wir uns ja auch Stücke aussuchen Und da hatte ich immer direkt eine Idee und ich wusste genau, wie alles aussehen soll.

01:16:20: Jetzt hier bei Milch und Schuld war das ein bisschen anders.

01:16:26: Da habe ich mir etwas schwerer getan weil der Text ist nicht einfach.

01:16:31: Er ist wunderschön aber nicht einfach!

01:16:35: Es geht um eine Leimutter die ein Kind für eine andere Frau austragen sollte oder?

01:16:44: halt austrägt und die bekommt eine Diagnose, beziehungsweise das Kind bekommt einediagnose.

01:16:53: Und über diese Diagnese unterhält sich dieser Leimutter mit einer einbeinigen Taube.

01:17:01: Das hat mich damals gecatcht!

01:17:04: Diese einbeinnige Tauwe war so lustig und irgendwie derbgeschrieben.

01:17:10: was ich so mochte ist dass es Ja, das ist so ein ernstes Thema oder sind ernste Themen die aufgegriffen werden.

01:17:19: Also ganz viele Die aber irgendwie so nahbar sind.

01:17:26: Ich bin keine Mutter ich habe keinen Kinderwunsch.

01:17:31: So erstmal es ist nicht sehr naheliegend dass es ein Stück ist was sich mir aussuche Aber man kann dann plötzlich an so vielen Stellen anknüpfen weil es eben vor allem am Anfang durch diese Taube so einen unglaublichen Witz hat.

01:17:49: Und ja, deswegen hat mir das total gefallen wie es geschrieben ist und wie es aufgebaut ist und welche Themen es öffnet.

01:18:00: Ja wenn man so ein... Warum entscheidet man sich für ein Stück?

01:18:04: Ich weiß nicht, dass es so ein Gefühl irgendwie oder ein Bild was man hat eine Assoziation irgendwas was einen catcht und ich dachte dann auch um Gottes Willen, es wird schwierig.

01:18:20: Also so war's dann auch weil das ein schwieriger Text ist.

01:18:22: einfach ist nicht einfach aber man bleibt da doch hängen, weil ja irgendetwas catcht einen dann und hat man schon ein Bild im Kopf in welche Richtung es gehen könnte wie aussehen könnte im Kostüm oder Bühne, was ja dann im Endeffekt nicht mehr meine Aufgabe war.

01:18:45: Aber dann überlegt man sich wie kann man die Szene machen?

01:18:49: Also wir haben zum Beispiel ein Früßbild das ich hatte Es gibt so eine Telefonszene und dann habe ich gesagt, okay, ich brauche auf jeden Fall zwei Hörer die mit einem Kabel miteinander verbunden sind.

01:19:02: Und dann werden wir uns miteinander verknoten!

01:19:04: Das war so eines der ersten Bilder, die ich hatte und die es jetzt auch geworden sind.

01:19:09: Auf der anderen Seite habe ich gedacht, ah ja ok hier machen wir ne Tanzchoreo weil das war auch im Studium total mein Steckenpferd.

01:19:20: Und das ist im Endeffekt dann zum Beispiel rausgefallen, weil es dann nicht mehr in den Rest der Inszenierung gepasst hat.

01:19:29: Aber so Gedanken macht man sich dann irgendwie am Anfang und dann hat meine Kollegin die Ausstattungsassistentin, die dann meine Ausstatterin wurde sozusagen für dieses Projekt... Michael, mit der habe ich mich dann zusammengesetzt und dann haben wir das Stück gelesen.

01:19:50: Und dann habe ich ihr so ein bisschen erzählt wie was ich schon für Bilder habe.

01:19:53: Dann hat sie ihre Ideen geteilt und sich überlegt Bühnenbild, Kostümbild und alles.

01:20:07: Das war eine richtig... Cooler Arbeit, weil also im Studium war es so dass wir da halt auch alles selbst gemacht haben.

01:20:14: Das heißt ich hab mir überlegt wie Kostüm und Bühne aussehen soll Und wir haben's teilweise dann gemeinsam mit dem Hausmeister aufgebaut alleine und so.

01:20:23: Also da hat man einfach viel alleine gemacht und jetzt zu sehen Okay Ich hatte diese Idee grob und jetzt ist er ein Profi die das dann verfeinert und Elevated und es so viel cooler macht als man siehe könnte und wie das dann so zusammenkommt, alles.

01:20:42: Und dann kommen ja später noch die Dramaturgie dazu, mit der spricht man inhaltlich über was will man eigentlich erzählen?

01:20:51: Dann kann man den Text ein bisschen einstreichen... Man will jetzt vielleicht nicht jedes Mal in fünf Stundenabend machen und dann sagt man ja okay, man will ungefähr auf eine Stunde zwanzig kommen oder was man da halt so will.

01:21:08: Und dann muss man den Text ein bisschen einkürzen und das macht man dann zusammen mit der Dramaturgie und es ist auch ein total spannender Prozess gewesen zu schauen wo will man jetzt einen Fokus legen?

01:21:19: Wie kann man das anhand des Textes machen und eben anhand der Bühneausstattung wie auch immer Und dann eben am Ende auch mit den Schauspielenden.

01:21:31: Ich hatte zwei wunderbare Schauspielerinnen, die sehr viel selbst mitgebracht haben und dazu aber halt auch sehr zuarbeitend.

01:21:46: Also ich kann mir vorstellen wenn man irgendwie so ein Text liest und seine eigenen Ideen dazu hat dass es natürlich voll crashen kann Aber bei uns ist es immer irgendwie ganz gut gefloht.

01:22:03: Also wir haben immer in die gleiche Richtung gearbeitet und hatten einen großen Topf voller Ideen, einiges haben wir übernommen und einiges dann nicht mehr.

01:22:13: Und das Endprodukt dann so zu sehen ist total spannend wenn man es dann vergleich mit den ersten Ideen die man irgendwie hatte oder dieses Gefühl oder diese Bilderideen wie auch immer Wenn man dann das Endprodukt sieht und sagen kann, ah ja es ist so wie ich's mir vorgestellt habe oder ähnlich dem wie ichs mir vorgestellt hab.

01:22:36: Oder noch besser oder wie auch immer Dann ist es halt so ein krasses Gefühl irgendwie Ein einfach sehr aufregender Prozess.

01:22:49: Du kannst auch gerne die Namen von den Schauspielern sagen.

01:22:51: Sonja Carriaso Und Antonia Sophie Schiermeister

01:22:58: haben sie wunderbar gespielt, ich habe natürlich auch angeguckt.

01:23:01: Ja sag du doch mal was dazu zu Milch und Schuld!

01:23:03: Wie ich das fand?

01:23:05: Also meine Frage an dich werde mir jetzt auch gleich gewesen wie nervös warst Du?

01:23:09: also weil Dich Premiere, wir hast das wahrgenommen so ein bisschen, da würde ich dann nochmal etwas fragen.

01:23:13: Ich durfte auch bei der Premiere dabei sein, ich hab mir ganz schnell einen Ticket geholt, war ja sehr schnell ausverkauft.

01:23:23: Ich fand das Bühnenbild einerseits richtig cool.

01:23:25: Also ich würde hier nicht spoilern, weil Werbung kommt noch, weil der Stück gibt es nicht nur in dieser Spielzeit, sondern auch nächste Spielzeit zu sehen sein am Theater-Dübeck.

01:23:34: also wenn ihr da irgendwie hintpendeln wollt aus Passau und Göntesäuch guckt euch an, weil es sehr empfehlenswert ist.

01:23:41: Ich fand dieses Bühnbild sehr cool.

01:23:43: Das Studio ist ja nicht groß, aber eine kleine Bühne.

01:23:47: Für die kleine Bühne habt ihr unfassbar viel rausgeholt.

01:23:50: Also ich habe schon Stücke gesehen, da war weniger aufgebaut und sagen wir mal weniger Ebenen.

01:23:55: so kann man es vielleicht auch sagen.

01:23:57: also das fand ich schon erstmal cool.

01:23:58: und natürlich auch einfach die Story mit der Taube.

01:24:02: Das ist halt ein Eyecatcher und ohne jetzt da irgendwie zu spoilern aber Antonia ist eine Supertaube wirklich die ist ja generell krass auch Sonja eben wie sie ihre Rolle dann spielt und dann auch interpretiert.

01:24:19: Und diese Dynamik zwischen den beiden, zwischen einer Frau die ein Kind bekommt für andere Personen... ...und eine Taube ist halt erstmal so... was passiert hier?

01:24:27: Ist einfach geil, immer weird cool!

01:24:30: Also ich fand es ganz cool.

01:24:33: Ich fand's auch ein Thema, das man ja sonst wenig hat.

01:24:35: Ich hab mir nachher mich die Frage gestellt und ich habe es nicht gewohlt oder so.

01:24:39: Ich dachte mir kurz so in Deutschland ist es verboten, darf man Deutschland nicht.

01:24:44: America-Ding?

01:24:45: Nicht nur America-ding.

01:24:47: Also in Deutschland ist es verboten, ja weil da hängen ganz viele andere Gesetze noch mit dran zur Elternschaft und so.

01:24:57: Es ist vor allem glaube ich in der Ukraine und so ein Ding wo's erlaubt ist und in Amerika auch nicht in allen Staaten glaube ich.

01:25:06: also das ist auch von Staat zu Stadt unterschiedlich.

01:25:08: Ja also hat für mich auf jeden Fall was aufgemacht.

01:25:10: Das ist ja auch wieder Theater sehr viel oft auf jeden Fall immer sehr viel Gesellschaft irgendwie mit drin, sei es Kritik meisten natürlich auch aufmerksam machen.

01:25:21: Sei es kulturell oder wie auch immer und das hat bei mir auch was aufgemacht.

01:25:25: eben also diese dieses Spiel eben wie es dann eben ist und mit Leihmutterschaft generell wenig mit beschäftigt bis nie, warum auch so?

01:25:35: Und das hat etwas aufgemacht und wie es da eben aus... Es wird ja auch ganz viele Perspektiven darauf eingenommen.

01:25:41: im gesellschaftlich eben und kulturel Fand ich schon sehr spannend.

01:25:44: Ich fand es ein sehr gutes Stück und ich werde es mir nächstes Jahr, aber nächste Spielzeit definitiv nochmal angucken.

01:25:48: dann werde ich den Bild schicken.

01:25:50: Dann sag ich so, komm mal hier, ich bin da!

01:25:53: Das wird definitiv passieren.

01:25:55: Ich wollte dieses Jahr vielleicht auch schon machen, habe dann nicht gepasst von der Zeit.

01:25:59: Ich hab noch andere Stücke anguckt die ich noch nicht kenne.

01:26:01: Aber nächstes war...ich wusste ja das kommt nochmal wieder Vorne hatte ich jetzt nicht so den Stress einfach so diesen Zugzwang dass ihr jetzt einen Unik machen musst Ja.

01:26:15: Und meine Frage wäre jetzt an dich, wie hast du dich denn gefühlt?

01:26:18: Also dann... Du hast das erste Mal Regie geführt so ich glaube dass es erst mal so ein Prozess die man da einfach so reingeworfen wird.

01:26:25: Ich mein du hast ja schon dann wie gesagt das ganze Jahr schon ja eigentlich angefangen das vorzubereiten und das zu tun und da steht da ganz viel hinter.

01:26:31: eben auch nicht nur dass man vielleicht denkt Regie führen okay bei den Proben ich sage jetzt Leuten du müssen was sie tun sollen um wieder auszusehen hat und mach alles so missen sondern ist ja ganz ganz viele auch drum herum Überlegung und Recherche und wie noch alles.

01:26:46: Und also dann so in dem Fahrwasser war es, ich habe das alles gemacht die Probenzeite und Dürr da und... Das war ja auch aufregend noch irgendwie mit Krankheit, dass ein bisschen erzählt ist.

01:26:56: Und dann plötzlich ist der Tag da!

01:26:59: Ist der Premiere-Tag?

01:27:01: Wie fühlt man sich denn?

01:27:02: Wie steht man morgens auf und denkt sich so heute...?

01:27:06: wird ein Stück öffentlich aufgeführt, wo ich Regie geführt habe.

01:27:09: Nach meinen... also mit dem anderen Leuten auch und nach meinen Vorstellungen wird es was in die Welt hinausgetragen, wo Leute mich ja auch mit identifizieren?

01:27:21: Ich glaube als ich war nicht gar nicht nervös aber ich glaube ich war bei anderen Premieren, wo nur assistiert habe viel nervöser als bei diesem Regie bei dieser Regie-Premiere.

01:27:38: Und das ist irgendwie super absurd, wenn man es so sagt!

01:27:43: Aber für mich ist es so schwierig zu sagen, dass habe ich gemacht.

01:27:51: Weil... ja keine Ahnung!

01:27:57: Klar, man hat da jetzt ewig dran gesessen und sich den Kopf zerbrochen und dran geprobt und geschraubt.

01:28:05: Und trotzdem ... also letztens war die letzte Vorstellung der Spielzeit Und da habe ich es dann nochmal angesehen.

01:28:14: Ich habe bewusst in der Zwischenzeit das nicht noch mal angesehen, sondern nur die Premiere und jetzt die vorerst Letzte um also zu sehen wie sich entwickelt.

01:28:25: klar was die Schauspielerinnen auch daraus machen aber auch was sich bei mir verändert.

01:28:34: Wie schaut man dann drauf?

01:28:36: Weil, man ist ja die ganze... Man hat da grad unglaublich viel Stress in den Endproben gehabt mit Höhen und Tiefen.

01:28:44: Und man kommt in diese Premiere mit.

01:28:48: klar fällt dann irgendwie ein Stress ab aber der hängt halt irgendwie noch so nackt.

01:28:54: und jetzt konnte ich die letzte Vorstellung irgendwie nochmal anders anschauen wo dieser Stress nicht mehr da war mit so ein bisschen Distanz.

01:29:06: Und es war irgendwie so absurd, weil ich das wirklich... Ich hab' das angeschaut wie ich andere Stücke anschaue und ich wusste ja okay, dass passiert jetzt und das passiert jetzt.

01:29:16: aber ich glaube, ich habe immer noch nicht verstanden, da steht Regie-Larayung.

01:29:24: Regie und Musiklarayung!

01:29:26: Richtig du hast auch noch Musik gemacht?

01:29:27: Ja, so viel zum Thema auch.

01:29:29: Das ist eine Sache die ich nicht gelernt habe.

01:29:33: wie das funktioniert, ob es funktioniert.

01:29:37: Und das ist irgendwie auch irgendwie ganz schön aufgegangen und gleichzeitig setze ich da auch und denke mir... Ah ja!

01:29:44: Das ist ja eine coole Musik.

01:29:47: Ja stimmt, die habe ich ja irgendwie auch immer im Kämmerchen gemacht und ich kriege sehr viel positives Feedback zu gerade zum Anfang, wie sich das auch mit dem Sound aufbaut was ich nie gedacht hätte.

01:30:09: Ich freue mich einfach total, wenn Leute mir erzählen... also ich habe einige Freundinnen die sich das Stück angeschaut haben wo ich nicht dabei war, die dann sagen ja okay wir konnten erst mal zehn Minuten gar nichts sagen weil wir erstmal verarbeiten mussten und dann haben wir den ganzen Abend nur noch darüber geredet über das Thema und so und das freut mich so sehr.

01:30:33: Das bedeutet mir dann unglaublich viel, weil in der Theorie weiß ich ja natürlich okay die reden jetzt über das Stück was du gemacht hast.

01:30:42: Aber es fällt mir so schwer zu sagen dass ist Mainz oder so als Mainz anzusehen.

01:30:50: Ich weiss nicht warum.

01:30:55: Ich kann mich vielleicht vorstellen, ich weiß es nicht.

01:30:57: Es ist hundertprozent Deins.

01:31:01: Ich glaube vielleicht weil es gerade das erste Stück auch ist Du kommst da grade noch aus der Regie Assistenz Und da ist es halt eben noch nicht so, du machst ja auch viel und das ist eben nur nicht so dass du dann quasi mit Namen da stehst.

01:31:12: Ich weiß nicht wie's für dich sich anfühlt... ...und das ist ja noch normal.

01:31:18: beim Regie-Führen geh ich mal voraus, dass sie auch an Leute mit ins Boot holt ein bisschen, dafür sind die Abteilungen da, Drama, Regie usw.

01:31:24: und Ausstattung.

01:31:28: Das ist für dich noch so surreal anhört weil Du hast auf einmal den Hut auf so'n bisschen und bist halt dann nicht mehr Regie Assistenz.

01:31:34: Und irgendwie ist das dann komisch, weil du arbeitest daran auch mit den Leuten zusammen, die du vorher schon zusammengearbeitet hast.

01:31:40: Aber jetzt irgendwie andere Ebenen und so.

01:31:42: Kein Witz für das Vorstellen.

01:31:42: Ich weiß es nicht aber...

01:31:44: Ja ich denke mir dann so, ah ja!

01:31:45: Es ist halt einfach eine geile Bühne.

01:31:47: Das ist ein geiles Kostüm.

01:31:49: Das habe ich ja aber nicht gemacht.

01:31:51: Die Schauspielerinnen sind halt einfach geil.

01:31:53: Aber damit hab' ich ja nichts zu tun.

01:31:55: Und das ist halt so ne

01:31:57: Lüge-

01:31:58: Ja, das ist ja so ne lüge, die man sich erzählt.

01:32:01: Überall

01:32:02: über deine Handschrift drin?

01:32:05: Man hat ja doch viel dran gearbeitet und man hatte irgendwie so den Hut auf.

01:32:10: Und das hat, da hat es in gewisse Richtungen gelenkt und Hatte das letzte Wort meistens.

01:32:18: Aber trotzdem fällt es mir glaube ich deswegen so schwer weil ich nicht sagen kann Also ich glaub dass sich bei der Musik noch am meisten annehmen kann Weil ich sagen kann ahja das habe ich

01:32:32: gemacht Ja,

01:32:33: weil ich es wirklich alleine mit Handwerk gemacht habe.

01:32:37: Und bei den anderen Sachen ist das halt so... Da hab' ich gesagt geh von A nach B und ich sehe ja dann dass es eine Sonja zum Beispiel sie läuft dann von a nach b und da denke ich ah ja das hat ja jetzt Sonja gemacht.

01:32:52: Ne, hast du dir ausgedacht?

01:32:54: Ja

01:32:55: also ganz doof runtergebrochen ist das wirklich absurd.

01:32:59: aber irgendwie Der ganze Prozess mit allem drum und dran, was man danach für Feedback bekommt.

01:33:06: Und Gespräche für das ist super erfüllend und richtig schön!

01:33:10: Ich habe während des Probenprozesses jeden Tag diesen Berufswunsch infrage gestellt.

01:33:19: Es war... ich hatte sämtliche Krisen währenddessen.

01:33:25: Jetzt denke ich mir so ne es ist alles zwar geil Also klar es hat Höhen und Tiefen, aber dadurch ist es auch so schön geworden.

01:33:34: Und ich glaube wenn's nicht die Höhe und Tiefe hätte dann wäre was falsch.

01:33:40: Weil im Theater oder gerade auch in der Kunst stecken Emotionen?

01:33:44: Es stecken Emozion und man hat natürlich verschiedene Meinungen und verschiedene ästhetische Ansätze und Ideen.

01:33:53: Die Kunst ist es ja dann quasi von der Regieperson, diese vielen Ideen und Eindrücke und Ansprüche in einem zu vereinen.

01:34:02: Und manchmal funktioniert das besser weil Regie-Person besser ist oder schlechter wie auch immer.

01:34:09: Und manchmal funktioniert es halt unglaublich gut, weil einfach alle gut miteinander zusammenspielen!

01:34:16: Ich glaube, dass war in diesem Fall der Fall.

01:34:19: Das alles sehr, sehr gut miteinander gearbeitet haben.

01:34:25: Ja.

01:34:28: Schön, sehr gut!

01:34:31: Also ich muss auch noch mal sagen eben ich finde es ein ganz ganz tolles Stück.

01:34:35: Es regt zum Nachdenken an weil man sagt ein Thema ist was man nicht so häufig hat und ja vom Bühnenbild bis hin zu den Schauspielerinnen bis hin wie man's umgesetzt hat.

01:34:46: Ich finds toll, ich finds für eine Studieproduktion die dann auch einfach kleiner sind und dann auch manchmal auch sagen Budget ist ja auch immer ein Thema.

01:34:54: Ich finde es ganz toll, ich werde jetzt meine erste Spielzeit wieder angucken.

01:34:59: Ja November gibt's das schon wieder.

01:35:00: Ah ok

01:35:02: ok ok.

01:35:03: Willst du jetzt schon zum Werbeblog kommen?

01:35:04: Mach Werbung kommen

01:35:06: raus!

01:35:06: Mehr kann ich gar nicht sagen.

01:35:07: Ich weiß es nämlich nicht ganz genau aber im November irgendwann am elf... Nee am Elfter nicht.

01:35:13: Weil elfter ist November.

01:35:16: Elfter ist aber immer noch stark.

01:35:18: Keine Ahnung neunundzwanzigste oder so Irgendwann im November

01:35:21: jedenfalls.

01:35:22: Ich werde alles verlinken in den Kommentaren, sag ich schon, in die Show Notes.

01:35:26: In

01:35:26: den Show Notes?

01:35:27: Dann werde ich alles verlinken.

01:35:29: vor dem Theater Lübeck generell von Milch und Schuld, von deinen Kanälen, deinen Social Media Kanäle usw.

01:35:35: und so fort wird da alles zu finden sein denn ich finde das schön es würden mehr Leute sehen und hoffentlich werden es dann auch noch Leute bewundern können.

01:35:46: Das würde mich freuen!

01:35:49: Schön Dann habe ich jetzt eigentlich nur noch, ich hatte vorhin zwei gesagt.

01:35:53: Ich möchte aber, weil vorhin haben wir es angerissen und wenn wir das gar nicht mehr anreißen dann ist es so ein bisschen... Wir haben mal was vorgesagt.

01:35:58: Und dadurch dass wir uns heillich erst einmal so nicht mehr wieder in der Konstellation aufnehmen werden, bis die keine wöchentlicher Podcaste eben, haben wir noch kurz angefangen über Zombies zu

01:36:10: nehmen.

01:36:10: Ach ja!

01:36:11: Ganz kurz noch ein bisschen das mitzunehmen, weil für mich natürlich einfach aufregend ist, aber auch ganz für dich Möchtest du über Zombies reden?

01:36:21: Was möchtest Du davon erzählen?

01:36:23: Zombies war wild.

01:36:25: Ja genau,

01:36:26: deswegen... Ja vielleicht kurz Kontext.

01:36:29: Zombies ist ein Stück.

01:36:32: das spielte im Stadtraum in Lübeck am Kaisertor unter der Regie von Anatenti.

01:36:41: Mit der hatte ich vorher schon mal zusammengearbeitet, aber diesmal war es ein ganz anderer Kontext weil es eben an einem anderen Ort war und eine Stückentwicklung.

01:36:50: Das heißt das gibt keinen zugrundeliegenden Text sondern die hatten das Thema Zombies.

01:36:56: wir wollen irgendwas zu Zombies machen Und dann wurde das halt irgendwie so entwickelt und bei dieser Inszenierung wurde das Publikum in vier Gruppen aufgeteilt und dann durch dieses Gebäude geführt.

01:37:12: Und vor allem die Vorstellungen fand ich so cool, was man eben auch als Regieassistentin in der Regel macht ist dass man danach der Premiere den Vorstellungsdienst macht, sich die Vorstellung immer wieder anschaut und schaut, dass alle sich an die Abmachung halten.

01:37:37: Dass alles so funktioniert wie abgesprochen und so weiter und sofort.

01:37:42: Und bei Zombies hatte ich ja auch zusätzlich noch eine kleine Statistenrolle weil ich dann auch da bisschen mitgewirkt habe Die Leute ein bisschen geguided haben.

01:37:57: Aber das hab natürlich vor allem ihr gemacht Unser Mike, da habe ich den Mike hier kennengelernt.

01:38:05: Der war unser Oberzombie sozusagen.

01:38:09: Stand irgendwie so in dem Programm-Helft richtig?

01:38:18: Ja!

01:38:18: Da von meiner Seite aus mal ganz wild zu erzählen... Ich kam eben an die Statistenrolle von Giselle und dann war irgendwann ein Aufruf von den Instinierenden Jo, wenn ihr Bock habt ein Zombie aus Haumlet zu sein kommt man einfach hin.

01:38:32: So das war letztes Jahr schon und dann hat sie einfach getroffen mit ganz vielen verschiedenen Leuten Und ich fand es immer noch krass dass ihr alle gesagt habt so wir holen uns einfach mal ganz normal Leute ins Boot und die spielen mit uns ja wirklich weil also da ist was dann so?

01:38:50: Dann haben wir alles gemachte der Dill und dann wurde es irgendwann so konkreter so ein bisschen zum Frühling hin dass wir quasi Guides sind und die Leute eben in diesen vier Gruppen, was Lara schon gerade gesagt hat durch das Haus führen.

01:39:07: unter den verschiedenen Orten im Haus gibt es immer die Schauspielenden, die ihre Szene spielen.

01:39:13: Aber keine Rute ist gleich!

01:39:15: Keine Szene ist gleich... Es sind vier verschiedene Szenen immer bei vielen verschiedenen Schauspielen.

01:39:24: Das macht's halt einfach so groß.

01:39:28: erstmal

01:39:29: Es ist einfach ein absoluter

01:39:31: Fiebertraum gewesen.

01:39:32: Ich bin da auch einfach nur, sagen kann das ein Teil davon sein durfte und ich hatte dann noch mit Sam zusammen, Grüße gehen raus!

01:39:42: Eine kleine extra Rolle ein bisschen dass wir keine Guides waren sondern wir so ein bisschen freier Hand hatten um in dieses Haus halt eben... um es durchzuwinden und Leute auch ein bisschen Angst zu machen.

01:39:56: Also random, die einfach auf dem Gang stehen... Ja

01:40:00: immer ein paar Regeln murmeln einfach so ein bisschen.

01:40:02: Das fand ich super euch da das Publikum zu beobachten wie sie auf euch dann auch reagieren und so ist freier.

01:40:09: Generell macht mir das wirklich schon Spaß!

01:40:11: Das habe ich ja in der Skalp-Promotion auch immer sehr doll gemocht.

01:40:15: Einfach wenn wir da unseren Horrorraum hatten wollen immer noch haben und nicht dann einfach Schauspielern darf oder reingehen darf und mein Ding machen darf.

01:40:22: Das macht ganz viel Spaß, Leute zu erschrecken!

01:40:25: Und das durfte ich hier natürlich jetzt nicht ganz so doll machen aber eben auch einfach weird random da rumstehen irgendwas momeln irgendwie dann irgendwie eine alte Spieluhr hatten wir noch und so Ich weiß nicht wie wir damit Anna das uns getroffen haben wenn sie die spiel oder dazu kamen und so wie dass irgendwie ein bisschen auch da inszeniert haben.

01:40:40: und wie du auch schon sagst Anna zumindest habe ich das ja mitbekommen das erste mal Jetzt ist mir irgendeine Regieperson was sagt so ein bisschen Anna auch, total liebe Personen.

01:40:52: Sie sagt ja von sich selber immer sehr aufgedreht und das stimmt auch.

01:40:56: Aber dann natürlich auch in gewissen Anweisungen einfach klar...

01:41:00: Die ist total zerstreut aber kommt am Ende ihrer Zerstreuthheit immer auf den Punkt

01:41:06: und

01:41:06: kriegt es immer... hin da noch eine schöne schleife drum zu packen.

01:41:10: Ja und wir durften ja so viel mit entscheiden, also wir durfen ja so viele Teile haben an diesem Projekt auch... ...und die Schauspieler, den sie inszeniert haben, auch mit Alena und Alina Hitzfeldt und Sebastian Brummer.

01:41:22: Grüße gehen raus!

01:41:26: Und Sonja Karjasow war auch dabei und Jan Biel.

01:41:32: Genau das waren die vier großen Spauspielenden Personen.

01:41:37: So und wir halt noch drum herum irgendwie.

01:41:39: Und das ging Stunde zehn, da war immer ein großer Fiebertraum.

01:41:43: alle die das gesehen haben waren irgendwie so... Ja es war richtig nice aber auch weird.

01:41:49: also die Leute gingen ja wirklich raus von wegen.

01:41:51: so was war das jetzt?

01:41:51: Also sie waren wirklich eine Stunde irgendwo anders weil es ist halt auch in den Stadtraum gewesen.

01:41:55: Es war ein Haus dass wir jetzt keine Bühne richten, es war einfach ein richtiges Haus.

01:41:58: Dieses Haus leider deswegen wird's auch keinen Neuaufnahme davon geben.

01:42:02: Das Haus wird umgestaltet in einer Wohnung für reiche Menschen.

01:42:06: Ich wusste, dass was gemacht wird.

01:42:09: Aber das wusste ich nicht.

01:42:10: So weit wie ich das mitbekomme und das stimmt dann wird dieses Haus so umrenoviert sagen wir es mal, dass du ganz teure Wohnungen kaufen kannst.

01:42:20: also es würde nicht mehr Raum geschaffen für Menschen die normaler leben wollen sondern du hast ja einen schönen Blick daneben auf alles.

01:42:26: Ja aber ich denke auch das Haus hat so viel Schaben und was daraus gemacht wurde eben mit den einzelnen Räumen wieder hergerichtet wurde sehr, sehr cool.

01:42:37: Alle die es gesehen haben dann wissen worum wovon ich da rede und das war einfach wirklich ein Fieber Traum weil es war nicht diese klassische Bühnding.

01:42:47: Was man so kennt, ist für dich wahrscheinlich auch was komplett Neues irgendwie.

01:42:50: Weil die ganze Bühne war dieses Haus und du hast immer irgendwas gehört.

01:42:53: So da oben erzählt irgendjemand, da schreit jemand rum, da singt irgendwann, da hörst du irgendeinen Keuchen von irgendeinem Zombie.

01:42:59: Da steht noch irgendwo in der Ecke Die Geilz sagen so auch kommst wir mit alles gut ihr passt nur alles kommen sie mit.

01:43:03: Wir gehen

01:43:05: mal in den Keller.

01:43:07: Also da war auch ganz wild irgendwelche Babyköpfe oder was auch immer.

01:43:11: Es ist alles ganz, ganz wild gewesen aber es ist eine ganz tolle Gemeinschaft.

01:43:16: irgendwie draußen standen und das war ja auch so mein richtiger erster mehr Kontakt mit den schauspielenden Personen auch und so.

01:43:24: Alles herzensgute Menschen!

01:43:28: Ich würde gerne noch mal kurz von dir hören weil zu dich auch etwas ganz Neues war, Anna war ja irgendwann weg.

01:43:33: So sie hat Regie geführt Sie hat sich die Premiere nicht angeguckt.

01:43:37: Es ist auch schwer, wenn man durchs Haus laufen muss.

01:43:41: Aber sie war dann sehr nervös.

01:43:42: Das weiß ich noch.

01:43:43: Sie hat sich da woanders hingesetzt und dann war sie erst mal weg weil sie sagt hergut mein Projekt hier ist fertig so ein bisschen wie du jetzt auch.

01:43:48: Milch und Schuld Du hast es zur Regie geführt.

01:43:50: Ganz normal

01:43:51: dass nach der Premiere

01:43:53: sind die Regie persönlich

01:43:54: weg.

01:43:54: Ja aber du bist ja erstmal ist weg weil das alles fertig.

01:43:57: Arbeit getan.

01:43:57: Da wird nichts mehr dran gemacht.

01:43:58: Arbeit getan.

01:43:59: Schöne Abend euch noch!

01:44:01: Und genau so wie du es jetzt auch machst?

01:44:02: Dann warst du ja immer dafür uns.

01:44:04: Du hattest den Hohl für uns auf Du warst immer wie so ein bisschen, muss man sagen.

01:44:09: Wie die kleine Mutter immer so bist und sagt komm Kinder!

01:44:12: Kommt jetzt bitte alle klar willkommen.

01:44:14: Das ist zwar immer ganz toll.

01:44:16: Ihr wart auch alle ganz bezaubernd.

01:44:17: und das wie du gesagt hast es waren so unterschiedliche Leute.

01:44:24: Ich fand es ganz schön weil nach drei Jahren sieht man immer wieder die gleichen Gesichter und jetzt kommt mal frischer Wind in die Wude.

01:44:32: Das fand ich irgendwie ganz toll.

01:44:34: Und das war irgendwie super absurd, weil ich vorher ... Also Spoiler kann man ja sagen.

01:44:39: mal es wird ja eh nicht mehr gespielt.

01:44:41: Es wird ein Gelantine-Gehirn gegessen und ich musste das vor der Vorstellung immer noch abholen vom Theater und dann bin ich... Das war wirklich eine absurde Zeit wo ich dann immer so war, ah ja!

01:44:56: Ich muss noch kurz das Gehirn abholern.

01:44:59: So Out of Context, super lustig eigentlich

01:45:03: Einmal ein Job.

01:45:05: Wir

01:45:05: transportieren mit so einer Queuebox und dann muss man das noch schön anrichten, es war ultra anstrengend!

01:45:12: Also ich habe auf meiner Smartwatch immer wenn wir so eine Doppelvorstellung hatten...

01:45:16: Doppelforstellungen gab's ja auch immer.

01:45:18: Wenn wir Doppelpostellung hatten und ich vorher alles einrichte, dann zwischendrin auf Anfang wieder um einrichten und abbaue, dann hatte ich teilweise zweiundfünfzig Stockwerke die gelaufen bin.

01:45:31: Und es war wirklich anstrengend, aber es hat so viel Spaß gemacht.

01:45:37: Es war so toll weil die Menschen so toll waren und es war so spannend zu sehen wie das Publikum darauf reagiert.

01:45:45: Die Vorstellung war noch alle super schnell ausverkauft.

01:45:47: Ja,

01:45:47: alles voll.

01:45:48: Alle sagen haben auch gesagt ich würde gerne noch die anderen Routen irgendwie gesehen.

01:45:51: Keine Chance.

01:45:52: Gerade ein paar die es gemacht haben.

01:45:58: Es war einfach ein sehr, sehr cooles Stück.

01:46:01: Und ich glaube immer noch dass einerseits eben dadurch das wir auch so ganz viel dann Teil haben durften.

01:46:09: Wir dürfen ja zum Beispiel diesen Alta-Raum dürfen wir mit einfach gestalten und zeichnen und so alles also solche Sachen einfach.

01:46:14: Ich hatte Alina ja auch schon mal erzählt, dass es einfach für sie auch ein ganz besonderes Projekt irgendwie war, weil's was ganz Neues mal war.

01:46:20: So das irgendwie zu machen.

01:46:21: Ja.

01:46:22: Und genau für dich war es super anstrengend hat man auch immer gemerkt.

01:46:25: Also weil du ja auch einfach immer rumwuseln warst so Und halt auch eben für alle die Verantwortung erstmal hattest, so muss man ja auch sagen.

01:46:34: Das hat aber ich sage mal jetzt nur neun Neun Prozent oder ein paar Prozent hier eigentlich immer funktioniert.

01:46:39: Einmal gab's mir kleinere Steuern steinchen wie es halt immer so ist.

01:46:42: Aber das ist dann auch Theater.

01:46:44: Ja Theater

01:46:45: Theater Theater und ja da trotzdem immer sehr viel Spaß gemacht war.

01:46:50: Du waren happy!

01:46:51: Ja und ich bei dir wart ihr auch alle super.

01:46:54: also Irgendwann habt ihr ja dann auch immer gefragt, hey also beim Abbau können wir dir noch was helfen.

01:47:00: und dann war ich irgendwann nicht mehr bei zweiundfünfzig Stockwerken

01:47:04: oder fünfzig

01:47:06: zum Beispiel.

01:47:07: Weil dann irgendwer mal ein Auge irgendwo hingetragen hat auch auf Kontext

01:47:11: zwei

01:47:12: Augen in dritten Stock getragen hat.

01:47:15: Neben den Kopf.

01:47:19: Genau das hat schon auch viel geholfen.

01:47:25: Ja, also dass man diese Arbeit nicht unnötig macht beziehungsweise das die geschätzt wird von euch natürlich aber auch von den Schauspielenden und dass man einfach von allen Seiten total viel Support bekommt.

01:47:42: Und dann macht man das halt auch gerne auch wenn es ultra anstrengend war.

01:47:45: Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen froh, dass ist vorbei ist.

01:47:49: Aber ich bin auch sehr froh dass es passiert ist und dass sich dann zum Beispiel dich kennengelernt habe.

01:47:54: Das stimmt, da freu ich mich auch sehr drüber.

01:47:58: Ja es war natürlich für alle anstrengend.

01:48:00: Wo sie ganz ehrlich sagt man sei auch für die Schauspielenden Personen.

01:48:03: Vor

01:48:03: allem

01:48:03: diese Doppelvorstellung

01:48:04: ist doll.

01:48:05: Es ist schon doll plus ja dann oft mal Sonntags so.

01:48:10: Wir sind dann auch ganz aufsagen viel Sonntag abends dann irgendwie also das und es war ja auch das habe ich ja dann nachher erst bei der Premiere.

01:48:24: Schauspieldirektor?

01:48:27: Hat ja dann gesagt, dass es eine Studioproduktion gewesen sollte.

01:48:30: Sollte eine Studiproduktion sein oder?

01:48:34: Das ist meine Geschirrschmaschine.

01:48:36: Kurz verwirrt Geräusch.

01:48:39: Genau also diese Stadtraumprojekte sind immer unter den Ja so finanziellen und Ausstattungs

01:48:49: Budget

01:48:51: Sachen.

01:48:53: Ich komme gerade nicht auf das Voraussetzung von Studioproduktion.

01:48:59: Das heißt, dass die Schauspieler sich selbst schminken und so was wie es auch im Studio der Fall ist.

01:49:08: Es ist also nicht so, dass es im Studio geplant war, sondern aber um den Vorauszusetzen.

01:49:12: Genau!

01:49:12: Aber eben aus gleichem Ebene ein bisschen halten wird.

01:49:15: Und ich finde dafür... war das unfassbar groß.

01:49:19: Allerdings habe ich ganz ruhig Gebäude durchgegangen, auch in den ganzen verschiedenen Hauptplätzen und was aus diesen Gebäuden gemacht wurde.

01:49:25: Ja, unfassba...

01:49:26: Ich bin sowieso ein riesiger Fan von diesen Stadtraumprojekten.

01:49:31: In meinem ersten Jahr gab es das letzte Lieder im Kolumbarium.

01:49:36: Das war mein Lieblingsstück, dass ich hier assistiert habe.

01:49:41: Und da habe ich viel geflennt beim Arbeiten einfach.

01:49:46: Theater.

01:49:47: Ja, aber das gehört dazu.

01:49:50: Witzig.

01:49:51: Das habe ich auch nämlich gesehen und ich fand es ganz toll.

01:49:54: Diese Stadtraumprojekte sind immer supertoll weil sie noch mal was anderes aufmacht.

01:50:00: Definitiv!

01:50:04: Ich würde sagen wir kommen lange zum Ende oder?

01:50:07: Es reicht.

01:50:09: Es reicht

01:50:09: nur Kultur.

01:50:11: Nee, ich würde gerne nochmal zusammenfassen für dich so... Vielleicht hast du ja auch irgendwie so einen Satz oder sowas, was sich immer daran hält.

01:50:25: Was bedeutet dir Theater?

01:50:31: Das ist eine sehr große Frage.

01:50:32: Ich glaube das kann ich gar nicht in einem Satz zusammenfassen.

01:50:35: Du machst ein paar mehr einfach so, dass es einfach für dich aufmacht.

01:50:40: Also ich habe sehr häufig darüber nachgedacht ob es eine andere Option gäbe Für mich in der Zukunft Ob man... Ob es nicht einfacher wäre Stabilen Job zu haben, mit stabilem Einkommen an einem Ort und nicht mit Rumreisen.

01:51:03: Nicht mit Unsicherheiten und was auch immer.

01:51:11: Es wäre natürlich für einfacher aber ich komme immer wieder auf den Punkt zurück dass Ich kann mir meine Zukunft ohne Theater einfach nicht mehr vorstellen.

01:51:23: Und warum eigentlich?

01:51:27: Die beste Zeit am Theater habe ich auf der Seitenbühne und vielleicht kann man es da bis hin zusammenfassen.

01:51:34: Also, man schaut Theaterjahren die Regel von vorne und sieht nicht was hinten dran so passiert.

01:51:42: Und so zum Beispiel bei dem Prozess habe ich auch assistiert und dann Vorstellungsdienst gemacht.

01:51:52: Was passiert ist, man kommt dahin und geht erstmal zu inspezient hin auf die Seitenbüne Und da ist dann noch die Kuliginnen vom Ton von der Bühnentechnik.

01:52:03: Alle sitzen da und schnacken, haben eine Gaudi... ...und dann kommen die Schauspieler innen irgendwann und dann gehen sie noch einen Text durch.

01:52:13: Dann wird irgendwann das Licht angemacht, dann wird das Publikum irgendwann reingelassen,... ...dann wird immer noch Gaudy auf der Seitenbühne gemacht aber halt in einem Flüsterton.

01:52:28: eine schöne Stimmung ist.

01:52:30: Und wenn man dann da sitzt und die Schauspieler spielen ihre Sachen auf der Bühne, das Publikum sieht was da passiert... ...und hinter der Büne passiert aber dann ein Bühntechniker schiebt einen Bühnenteil zieht an irgendeinem Seil irgendwas fährt hoch.

01:52:48: Dann die Inspezientin spricht mit der Lichtabteilung und sagt jetzt kommt das Licht Auf der anderen Seite sitzt irgendwer an der Maschine und zieht irgendwelchen Dinge nach oben.

01:53:02: Und die Souffleurin, die noch in der Seite sitzt... ...und was weiß ich da?

01:53:07: Man sieht dann, dass eine Schauspielerin von der Bühne gerannt Rente zur Seite wird innerhalb von zehn Sekunden umgezogen und steht wieder auf der Büne.

01:53:19: Das Publikum kriegt nicht mit, was dahinten eigentlich alles abgeht!

01:53:24: Ich hatte so häufig wirklich Tränen in den Augen auf der Seitenbühne, weil ich es liebe wie alle Leute so zusammenarbeiten um so ein Publikum einen richtig schönen Abend zu machen.

01:53:44: Und das ist ja... Ich liebe diese Menschen!

01:53:49: Ich liebe die Stimmung jetzt hier in Lüweck.

01:53:52: Die haben ja auch viele Liederabende und da habe ich zum Beispiel auch das eine oder andere bei My Hometown gearbeitet, bei dem Bruce Springsteen-Liederabend.

01:54:04: Und bei den Zugaben bin ich dann immer schon auf die Seitenbühne zu Inspezientin und dann haben wir noch ein bisschen getanzt zur Musik und sowas was man halt von außen nicht sieht.

01:54:19: aber was alles so dahinter passiert Ja, und irgendwie kommt immer was Cooles raus.

01:54:28: Egal wie... Das ist einfach ein Feeling.

01:54:35: Das habe ich sonst so nirgendswo.

01:54:40: Und deswegen werde ich das wahrscheinlich auch immer in irgendeiner Form machen.

01:54:51: Ich weiß nicht ob das die Frage beantwortet.

01:54:54: Doch natürlich!

01:54:55: Also es war ja dein jetzt?

01:54:57: Deine?

01:54:58: Deine einfach freien Gedanken, was für dich Theater bedeutet.

01:55:02: Und das hat für mich ziemlich klar geworden die Gemeinschaft und das Umfeld.

01:55:08: Die Menschen einfach dafür.

01:55:12: ja um da auch nochmal kurz einzuhaken genau dass war eben auch das was ich dann das erste mal hinter der Bühne schauen durfte eben bei einer Vorstellung eben auch an der Seitenbühnen zu stehen dann jetzt anzugucken was alles passiert usw.. Ich fand es auch ganz surreal einfach so für mich, obwohl ich da ja wenig zu tun hatte als Statist.

01:55:29: Ich bin immer drauf kurz fünf Minuten wieder runter aber ich habe trotzdem mir meistens immer alles davor und danach auch noch mal angeguckt von der Seitenbühne viel zumindest auch weil für mich das immer so ganz surreal war.

01:55:39: Ich wusste so ey dass werde ich also werde man lebt hat nicht vergessen erst erstmal sowas und wer weiß wie oft wir das machen darf?

01:55:48: Nimm alles mit was ihr irgendwie geht.

01:55:50: Guckst dir alles an saugt alles auf lernen die Menschen kennen Das war auch mein... also da für die Bühne stehen und so, fand ich cool.

01:56:00: Und ich dachte mal irgendwie das erste Mal so wenn man Applaus bekommt dass es sich besser anfühlt, wenn man dann auch einmal so dann sich verbeugen darf und so.

01:56:09: Fühlt sich auch cooler an.

01:56:10: aber viel mehr cooler hat sich angefühlt.

01:56:11: wirklich, dass dies drum herum für mich auch.

01:56:13: Ja!

01:56:14: Und das ist glaube ich auch Wenn man das jetzt zurückgeht auf meine Anfänge, um den Kreis zu schließen.

01:56:23: Liebenwehr!

01:56:24: Bei diesem Applaus habe ich gemerkt okay ja ich will Regie machen und wenn ich jetzt bei Milch und Schuld bei der Premiere mich verbeugt habe hat sich das nicht mehr so wichtig angefühlt.

01:56:37: also klar der Wunsch ist immer noch der gleiche aber braucht diesen Applaus nicht die Anerkennung, ist schön und dass man danach vor allem darüber reden kann.

01:56:56: Dass man ins Gespräch kommt, ist total toll.

01:57:00: aber um den Applaus... Ja deswegen mache ich es nicht sondern wegen allem drum herum.

01:57:08: Applauset dann wieder die Kirche ein bisschen da drauf.

01:57:14: Ach schön!

01:57:15: Ich fand's ganz toll mit dir zu reden darüber.

01:57:18: Ich habe mich sehr gefreut, dass du ja gesagt hast, als ich dich mal gefragt habe.

01:57:21: Du hast nicht mehr Bock über Theater zu reden und du meintest so... Ja machen wir, warum nicht?

01:57:26: Ich liebe

01:57:26: es so, ich liebe es über Theater!

01:57:28: Das ist auch was ganz Tolles.

01:57:32: Mein

01:57:32: Lieblingsthema.

01:57:34: Also ich sage so viel.

01:57:35: Erst mal vielen Dank, dass du hier warst.

01:57:37: Vielen Dank, das du uns und mir auch auf jeden Fall einen sehr tollen Einblick gegeben hast über all das was du machst, über alles was du schon geschafft hast aber alle das auch ein bisschen was du alles noch machen wirst und was daran so toll ist.

01:57:48: Vielen dank dafür!

01:57:50: Danke für die Einladung!

01:57:52: Sehr gerne und da will mich nämlich drauf kommen... immer herzlich eingeladen.

01:57:57: Wer weiß, was in dem Jahr vielleicht ist und vielleicht sitzt du dann noch mal hier und erzählt es mir, was Du Neues erlebt hast, was für Dich Theater jetzt bedeutet und wie Du warst über was neue Erkenntnisse usw.

01:58:07: Mich würde es definitiv sehr viel freuen, dich nochmal hier zu haben einfach weil ich fand eine sehr tolle Stimmung mit Dir.

01:58:15: Es war sehr angenehm darüber ein bisschen zu philosophieren über das was man gerne mag Und dafür vielen Dank.

01:58:23: und du bist immer herzlich eingeladen.

01:58:25: Ich komme gerne wieder, ich habe das noch nie gemacht

01:58:27: aber... Ja wie war es jetzt so für dich das erste Mal mit Podcast?

01:58:31: Bei dir ist bequem!

01:58:32: Aber dann will ich nächstes mal wieder auf diesem Sessel sitzen.

01:58:34: Das kannst Du gerne machen, dann aber vielleicht im Wohnzimmer wenn da noch alles

01:58:38: fertig ist oder dann vielleicht auf dem neuen Sofa

01:58:40: Oder vielleicht auch neuem Sofa.

01:58:42: ja, das wäre meine eigentliche Variante gewesen, so hab' ich's früher einmal gemacht halt ums Sofa geht auch Und dann ist da auch eine bessere Akustik drin, weil jetzt wir haben es halt deswegen nicht im Wohnzimmer gemacht.

01:58:52: Weil der Akusti einfach müllig ist.

01:58:55: Leerer Raum!

01:58:56: Also ich habe ja generell wenig Sachen, aber hier in den Schlauchzimmer geht's noch irgendwie ein bisschen... Das Bett nimmt sehr viel weg an Klang.

01:59:04: Ja

01:59:04: das ist sehr viel Stoff hier?

01:59:06: Ich hab viel Stof hier her, richtig.

01:59:08: Also wichtig machen wir sehr gerne.

01:59:13: Ich werde einfach wieder irgendein Wendemotor anfragen

01:59:15: Ja.

01:59:16: Und dann sagst du alle gleich, ich bin Lübeck, irgendwie kriegen wir es bestimmt hin.

01:59:21: Wenn da nicht noch unser privates Szenen zu kurz kommt... Aber

01:59:26: das lässt sich verbinden?

01:59:27: Ich

01:59:27: denke ja, finde ich mir auch.

01:59:29: Ich fände jetzt zum Beispiel auch wenn man natürlich im Hinterkopf hat, ich mache das hier für andere Menschen erstens mach ich es aber auch viel für mich, bin ich ganz ehrlich!

01:59:38: Weil mich das interessiert und ich hoffe einfach, dass andere Menschen es auch sehr interessiert.

01:59:41: Bestimmt!

01:59:41: Bestimmt gehe ich von aus.

01:59:43: Aber für mich hat das jetzt auch nicht irgendwas Geschäftliches oder Businessmäßiges, wenn ich dann Leute irgendwie mal einlade zu mir in den Podcasts und dann unterhalte mich einfach auch gerne mit denen weil man hat man das mal im privaten Moment sagt wir sind jetzt übrigens fast bei über zwei Stunden.

01:59:56: Gottes Willen.

01:59:57: Ja zwei Stunden, das wird wahrscheinlich längst so folgerlich sein die jemand aufgenommen wurde bisher.

02:00:03: Man hat das mal mit zweischneidigem Quatschen über alles möglich, hier hat man mal klar gibt es auch noch längere Sachen aber kommt halt selten vor und ich finde auch immer das zeugt ja von Interesse.

02:00:13: Ich finde immer cool!

02:00:14: Ich habe wirklich Interesse daran und würde mich nicht fragen so wenn ich das nur vorspielen würde nur um jetzt.

02:00:18: oh ich mache eine geile Folge und deswegen mache ich das wird nicht passieren.

02:00:21: so ich hab da einfach Bock drauf von Leuten dazu erfahren oder halt eben was zu sprechen was mir auch dann irgendwie gefällt und ich find's auch immer richtig cool zumindest bisher.

02:00:29: alle die das ersten Mal gemacht haben waren viele zum ersten mal im Podcast dabei und haben gesagt hey das macht mega Spaß Und die hatten auch einfach Spaß daran, darüber zu reden.

02:00:40: Deswegen win-win für alle wieder!

02:00:41: Oh yes!

02:00:43: Yes it is!

02:00:44: Gut dann murre ich das ab hier.

02:00:47: Ich danke nochmal viel.

02:00:47: vielen Dank.

02:00:48: Ich Danke!

02:00:49: Hat mir ganz viel Spaß gemacht und wenn du jetzt nichts mehr hast, musst noch irgendwas sagen sonst bin ich das Ding herab.

02:00:56: Ich weiß jetzt nicht, hier peinliche Geschichten sind mir in der Seite nicht mehr eingefallen.

02:01:02: Aber vielleicht kann ich ja noch erzählen dass Mike und ich jetzt eine neue Passion miteinander haben uns zwar Tänze zu lernen, zuletzt haben wir Opelight von Taylor Swift den Tanz aus dem Musikvideo gelernt.

02:01:19: das war sehr erfolgreich einstudiert Und heute kommt ein random Instagram Real-Tanz auf uns zu.

02:01:29: Ja, du

02:01:29: kannst das ja auch!

02:01:30: Du hast ja schon gesagt vorhin meintest so Tanz war so dein Ding.

02:01:32: und auch früher ja ich durfte dir auch schon auch als Weißeladivis heißt du hast letztens uns mit uns allen getanzt.

02:01:38: Die heißt was?

02:01:39: Ach Geline

02:01:39: Dance!

02:01:40: Geline dance richtig

02:01:41: genau!

02:01:42: Das durften wir auch machen durfte ich auch mitmachen ist aber auch cool.

02:01:44: deswegen du bist da sehr erfahren Ich halt null.

02:01:46: also ich würde davon ausgehen ich habe nicht so einen Taggefühl hab ich es sehr gut Aber es wird aber nicht immer lustig geworden.

02:01:53: Und ich fand auch muss auch ganz ehrlich sagen, ich fand mir jetzt auch nicht so schlecht.

02:01:56: So

02:01:56: ist auf gar keinen Fall

02:01:58: mich okay.

02:01:59: Ich war wirklich überrascht und denke so das sieht ja eigentlich aus.

02:02:01: Vielleicht

02:02:01: traust du dich mal diese Tanzvideos auf deinem Instagram hoch zu laden

02:02:05: Leute dann müsst ihr wirklich auch Papierchen unterscheiden.

02:02:08: Dann müsst ihr.

02:02:09: Dann ist es soweit.

02:02:11: Ja vielleicht kommt der Möbel von uns.

02:02:14: Jetzt gehen wir Pizza essen.

02:02:20: Vielen Dank fürs Zuhören, Leute!

02:02:21: Ich hoffe euch hat die Folge gefallen.

02:02:23: Schreibt immer gerne den Kommentar oder mir bei Instagram oder wo auch immer wie ihr es findet was ihr da irgendwie rausgenommen habt.

02:02:29: lasst uns da irgendwie ein Gespräch kommen würde mich auch sehr doll interessieren.

02:02:33: und dann bleibt mir nur noch zu sagen vielen dank fürs zuhören.

02:02:36: vergesst nicht euer Flaster abzuziehen.

02:02:38: wenn das nächste mal wieder heißt Papierschnitt bis dann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.